Soziale Rollen und Prozesse im American Football in Deutschland.- Eine Motivation ! Von Narku Laing

Liebe Leser,

trotz Saisonpause hat sich ein junger ambitionierter Trainer finden lassen der sein Wissen mit uns teilt. Viel Spass beim Lesen.

(Quelle: Facebook)

Selbstvorstellung

Narku Laing ist derzeit Student der Soziologie, Philosophie, Religionswissenschaften und Rechtswissenschaften an der Johann-Goethe-Universität in Frankfurt am Main.  Sein Name steht in Verbindung mit dem Jugendprogramm der Wiesbaden Phantoms bei denen er in den letzten Jahren spielte. Er war Spieler sowohl der Landesauswahl von Rheinland-Pfalz als auch der Landesauswahl von Hessen.  Seine Trainerkarriere befindet sich noch im Aufbau: Er coachte zwei Jahre bei den Mainz Golden Eagles in der Flagabteilung, im vergangenen Jahr die U16 Mannschaft der Wiesbaden Phantoms und bis März auch deren U19 Jugend. Derzeit ist er bei der Frankfurt Universe Jugend aktiv und kümmert sich hier um die Defense der ´Band of Brothers´ und um das Teambuilding. Er wurde in die Coaching Staff der U16 Hessenauswahl als Defense Line Coach berufen.

Einleitung

Ich möchte David Odenthal danken, dass ich diesen Artikel zur sozialen Rollen und Prozessen im American Football in Deutschland in seinem Blog veröffentlichen kann. In diesem Blog wird es einen starken Schwerpunkt auf die soziale Dynamik und Funktion von Jugendmannschaften geben, da ich selbst in diesem Bereich mehr Erfahrung sammeln konnte und die erzieherische Funktion der Vereine hier selbstverständlich einen Schwerpunkt setzen sollte. Ich möchte in der Auseinandersetzung um dieses Thema eine footballspezifische Position erarbeiten und vertreten. Zunächst werde ich kurz skizzieren warum ich dem Football eine soziale Aufgabe zuschreibe und anschließend einige Besonderheiten im und um Football benennen. Ich gehe dabei immer von den Mannschaftsstrukturen aus die ich bisher kennengelernt habe und freu mich natürlich über andere Ansätze und Ansichten. Ich versuche mich so kurz wie möglich zu halten und mich vor allem auf praktische Empfehlungen zu konzentrieren.

Jugendfootball

Die Besonderheit des Jugendfootball liegt am Umgang mit Jugendlichen. Jugendliche befinden sich noch entscheidend im Kampf mit der Welt und der Gesellschaft. Sie sind meistens noch sehr stark charakterlich formbar und befinden sich auf der Suche nach Wertesystemen und Vorbilder, die sich für sich selbst akzeptieren und adaptieren können.  Wenn wir als Trainer mit Jugendlichen zusammenarbeiten geschieht dies zumeist in Deutschland (in Abgrenzung zur USA) als ehrenamtliche Übungsleiter. Wir müssen uns deswegen die entscheidende Frage stellen:

Warum investiere ich meine Zeit in Jugendliche und Kinder? Warum bin ich bereit es unentgeltlich zu tun? Und vor allem: Was sollte mein übergeordnetes Ziel sein?

Gute Footballspieler. Dieses Schlagwort springt den meisten nun aus dem Mund. Es ist eine richtige Antwort. Wir müssen jedoch an dieser Stelle etwas weiter gehen. Wie viel nützt ihnen ein guter Footballspieler (im rein sportlichen Sinne) zu sein im weiteren Lebenslauf? Bis auf herausragende Paradebeispiele werden die wenigsten eine professionelle Footballkarriere erreichen können. Wir als Trainer müssen etwas finden, dass die Kinder und Jugendlichen entscheidender prägt und sie in ihrem Leben weiterbringt. Ob in Schule, Arbeit oder Familie.

Für mich sollte neben der Vermittlung von sportspezifischen Bewegungsabläufen, gesundheitsfördernder Bewegung auch Normen und Werte auf dem Programm stehen. Diese Dinge werden eine wechselseitige Beziehung aufbauen und auch zu mehr Erfolg führen.

Der Teamkapitän

In einem herkömmlichen Team wird es Teamkapitäne geben. Diese nehmen innerhalb des Teams eine Sonderrolle ein und sollten für einige Dinge zuständig sein:

-         Kommunikation zwischen Trainern und Spielern fördern.

-         Stimmungen im Team erkennen und gemeinsame Lösungsansätze mit den Trainern erarbeiten.

-         Verbale und sportliche Leader im Team.

-         Vertretung der Interessen der Mannschaft innerhalb des Vereins.

-         Steigerung der Motivation des Teams durch zum Beispiel Ansprachen.

An dieser Stelle möchte ich sagen, dass ich bewusst Team Captains und nicht Team Leader wählte, weil die Kapitäne eine Form von offen erkennbarer Legitimation erfahren haben. Ich spreche den Mannschaftskapitänen einiges an Aufgaben zu. Ein Jugendlicher soll durch die Funktion als Kapitän das freie Sprechen, Führen, Selbstbewusstsein und ein gewisses politisches Geschick erlernen. Der Trainer sollte aktiv Rücksprache mit ihnen halten und auch gegenüber dem Team diesen Personen das Vertrauen wiederholt aussprechen um ihre Rolle im Team zu festigen. Team Captains sollten nicht nach empfinden gewählt werden, sondern sollten nach individueller Gewichtung folgender Punkte eingesetzt werden:

-         Rückhalt im Team.

-         Sportlicher Einsatz für das Team.

-         Verhalten gegenüber Fans, Trainern, Mitspielern und anderen Vereinsmitgliedern.

-         Kommunikationsbereitschaft.

-         Bereitschaft diese Aufgabe zu übernehmen.

-         Verhältnis zum Trainerstab.

Es ist wichtig die Rolle der Teamkapitäne als Amt zu begreifen. Ihnen verbal und tatsächlich eine gewisse Sonderrolle und auch Pflichten zukommen zu lassen. Die Rolle des Team Captains sollte mit Würde behandelt werden. Sehr früh erlernen die Jugendlichen hier, dass durch wiederholt gutes Verhalten neue Privilegien entstehen. Sie haben zudem ein Kommunikationsorgan gegenüber dem Verein und den Trainern. Sie verstärken, damit ganz entscheidend die dringend benötigte Kommunikation in einer Mannschaft.  Die Sonderrolle kann z. B. durch ein Essen mit dem Trainer hervorgehoben werden, die Wahl des Restaurants nach dem Spiel oder durch das Mitspracherecht bei der Konzeption von Open/Organized Team Activities. Diese Dinge erscheinen so klein, aber leisten einen entscheidenden Beitrag zur Anerkennung der Zusatzleistung seitens der Jugendlichen. Die Pflichten können von unterschiedlicher Natur sein, aber sollten immer gefördert werden durch den Trainer. Übertragt ihnen Pflichten im Trainingslager, am Spieltag oder im Training. Lasst ihnen Zeit um an bestimmter Stelle selbstständig mit dem Team zu sprechen. Das Ganze unterliegt dem Prinzip von fordern und fördern!

Nun beginnt der entscheidende Teil in der Arbeit mit Jugendlichen. Die Rücksprache. Ihr müsst bedenken, dass ihr Jugendliche in eine Verantwortungs- und Führungsposition steckt. Ihr solltet mit ihnen darüber sprechen wie es ihnen damit geht und ihnen Hilfe oder Unterstützung anbieten. Ein guter Coach sollte stets informiert sein über das Befinden seiner Spieler. Zudem sollte man schon sehr früh das Führen und Anleiten von Mannschaftskameraden in Team Building Einheiten vor der Saison forcieren.

Der Coach

Coach. Ein Titel. Dieser Titel steht im Football für eine gewisse Stellung in der Mannschaft. Er drückt einerseits fachliche Kompetenz gegenüber den Spielern aus, andererseits symbolisiert er ähnlich wie der Begriff ´Chef´ eine Machtposition.

Trainer befinden sich auf dem Footballfeld und umliegend in einer  vorgegebenen Hierarchie zu ihren Spielern. Sie geht zuerst nicht weiter als der Coach `oben´ und der Spieler `unten´. Alles weitere differenziert sich in einem individuellen Verhältnis zwischen Spielern und Coaches. Für meine weitere Erklärung reicht mir diese simple Rollenzuschreibung. Ich möchte nun einige Dinge aufzählen, die im Umgang mit Spielern entscheidend sein sollten:

Vermeidung einer Doppelmoral. Man sollte immer angehalten sein die Spieler am selben Maßstab zu messen wie sich selbst. Natürlich gehören gewisse Privilegien zum Status eines Trainers, aber es sollte hier ein gesundes Gleichgewicht gefunden werden. Die Spieler werden die Trainer immer wieder danach überprüfen ob sie ihre verbal geäußerten Normen und Werte konkret umsetzen und wertschätzen. Schon früh kann der Jugendliche so demokratische Werte wie Gleichheit und Gerechtigkeit erlernen. Zudem sollte man als Trainer bedenken, dass Kinder und Jugendliche meist auf der Suche nach zugänglichen/ vertrauenswürdigen Autoritäten sind die ein Gegenprogramm zu Eltern, Schule und Arbeit darstellen.

Vorbildrolle akzeptieren. Junge Menschen sind stets auf der Suche nach Vorbildern, Idolen und Ikonen. Viele Jugendliche wählen diese in ihrem unmittelbaren sozialen Nahbereich. Trainer befinden sich als ältere Personen in diesem Bereich. Die Jugendlichen und Kinder werden das Verhalten von Trainern vereinnahmen und reproduzieren.  Dazu gehören Floskeln, Bewegung, Mimik, Gestik oder Weltanschauung. Die Spieler sind in ihrem Alter schließlich auf der Suche nach Orientierung in unserer Welt und bei den älteren Jugendlichen auch auf der Suche nach Männlichkeitsvorbildern. Ein Trainer muss bei seinem Verhalten auf dem Feld und Abseits vom Feld stets bedenken, dass er von seinen Spielern beobachtet wird und manche sein Verhalten reproduzieren werden. Im Jugendbereich können wir noch nicht von den Spielern als gefestigten Personen sprechen. Der Trainer ist ein Vorbild und sollte seiner Rolle gerecht werden.

Jugendarbeit kennt keine Pause. Trainern muss vor allem in der modernen Kommunikationsgesellschaft, also in der Zeit von ständiger Konnektivität durch WhatsApp, Facebook, E-Mail und Telefone kann ein Trainer sein Ehrenamt nicht durch Verlassen des Spielfeldes ablegen. Ein Trainer sollte bereit sein auch außerhalb der Einheiten für die Spieler verfügbar zu sein und ihnen zu helfen. Als Bezugsperson und Vorbild wird der Spieler zu manchem Zeitpunkt mehr als nur Spieltaktiken besprechen wollen. Es darf in den Gesprächen auch um die Verarbeitung von Alltagserfahrung, Erwachsenwerden und Männlichkeit gehen. Der Trainer wird in seiner Funktion auch Bezugs- und Erziehungsperson.

Eine Beziehung aufbauen und sie als Menschen verstehen. Ein Trainer sollte eine aktive Beziehung zum Spieler und zu seinem sozialen Umfeld aufbauen. In einer autoritären Stellung zum Spieler seid ihr in der Lage negativen Geschehnissen gegenzusteuern und Erlebnisse der Jugendliche zu verarbeiten. Z.B. Tod von Verwandten, schlechte Schulnoten, Konflikte mit dem Gesetz. Die Kinder besser zu verstehen und sie als soziale Interaktionspartner zu begreifen ist von großer Bedeutung. Es hilft wichtige Fragen auch fürs Coaching zu beantworten: Sollte ich diesen Spieler laut coachen oder nicht? Wie geht er mit Stresssituationen am Gameday um? Kann er verkraften das ein Down mal schlecht lief oder sollte ich ihn jetzt kurz auswechseln? Die Spieler als Menschen zu begreifen stellt eine entscheidende Dimension des Coaching dar. Die Spieler sind nicht nur Footballspieler, sondern auch Schüler, Kinder von Jemandem, Partner in Beziehungen oder Arbeitnehmer. Der Trainer sollte versuchen sich außerhalb von den Einheiten mit seinen Spielern zu unterhalten und auch die anderen Rollen im Leben eines Spielers kennenzulernen. Bei diesen Gesprächen soll kein Zwang zwischen Spielern und Trainern entstehen und es sollte ein angebrachter Umgangston zwischen Spieler und Trainer herrschen. Es geht hier für den Trainer vor allem ums zuhören und beraten.

Kritik fördern. Um den Jungs verständlich zu machen, dass dieses Team vor allem ihr Football Team ist sollte die Kritik gefördert werden. Begebt euch in aktiver Rücksprache mit den Spielern und fragt sie nach Belangen und Anregungen. Nutzt hierbei vor allem eure Kapitäne. Dies unterliegt dem Prinzip: Partizipation schafft Akzeptanz beziehungsweise Teilhabe schafft Toleranz. Die Spieler steigern ihre Beziehung zum Team und spüren das Gefühl von mehr Einfluss. Sie erlernen zudem das wichtige Prinzip demokratischer System: Das Selbstbestimmungsrecht! Natürlich ist der Trainer immer noch die leitende Person in der Konzeption von Training und Spielabläufen, aber die Rücksprache mit den Spielern symbolisiert nicht Unsicherheit in der Konzeption, sondern viel mehr Stärke da man kritikfähig ist. Die Spieler, die auch freiwillige sind, suchen auch in einem Footballteam nach Selbstverwirklichung und finden diese in solchen einfachen Mechanismen. Trainer sollten dies als Input verstehen und als Tuchfühlung gehen um zu erfahren in welchen Bereichen die Spieler noch Unsicherheiten verspüren.

Trainer bleiben. Der Trainer sollte sich bemühen die Hierarchie zwischen Spieler und Trainer aufrecht zu erhalten. Der Trainer darf nicht zum Teamkameraden/ Mitspieler in Umgang mit den Spielern werden. Eine minimale Restdistanz und Handlungsvollmacht muss der Position des Trainers unterliegen. Er hat eine rechtliche Verantwortung und hat eine Verpflichtung den Trainingsablauf zu gewährleisten. Diese Aufgaben können gestört werden durch ein falsches Verhältnis zu den Spielern. Der Trainer hat auch eine Verpflichtung nicht sein persönliches Empfinden in seinen Umgang mit Spielern und Entscheidungen einfließen zu lassen. Die deutschen Footballvereine sind zumeist ehrenamtliche Vereine und haben deshalb die Pflicht zunächst Jeden aufzunehmen und alle Mitglieder haben gleiche Rechte auf Coaching und Bewertung im Trainingsbetrieb. Die Vergabe von Rechten zum Beispiel Startpositionen müssen nach objektiven Kriterien erfolgen. Vertrauen ist ein objektives Kriterium.

Gruppendynamik/ Das Team

Das Erleben und der richtige Umgang mit Gruppendynamik ist ein entscheidender Aspekt von Mannschaftssport. Im American Football meiner Meinung nach noch entscheidender. Es sollte eine Gruppendynamik entstehen. Die Spieler müssen lernen Siege und Niederlage als Gruppe zu verarbeiten und sich auch als Gruppe zu sehen. Hierbei soll der Trainer die gemeinsame Zielsetzung und die wechselseitige Abhängigkeit betonen. Es sollte immer eine Tendenz zu einer übergeordneten Großgruppe geben. Man sollte verhindern zum Beispiel durch das Routieren von Übungspartnern, Variationen von Gruppen in Konditionsübungseinheiten, einer gemeinsamen Gruppe im sozialen Netzwerk, Eingriff in die Zimmer und Sitzverteilung an Teamevents und Kennenlern-Spielen, dass sich kleine Gruppen herausbilden. Auch nicht positionsspezifische oder eine Offense und Defense Einteilung. Bei Teams bei denen die Ausbildung von Kleingruppen zu stark fortgeschritten ist, wird es Unruhe an der Sideline geben, weil es immer ein vermeintlich Anderes gibt dem man Schuld zuweisen kann.

Es sollte einen Schwerpunkt auf die Etablierung von einem Wir-Gefühl geben. Natürlich gibt es in einem Team Arbeitsteilung und Gewaltenteilung. Ein Coach hat bestimmte Aufgaben, Privilegien, Befugnisse und Pflichten. Wir müssen hierbei immer ein Gleichgewicht finden und frühzeitig den Gedanken einer Gruppe stabilisieren und immer wieder unterstützen. Ein bedeutendes Element können hierbei klare Strukturen und Weisungsbefugnisse geben (HC à DC/ OC à PC à TC àSP). Dies kann die Eigendynamik von Kritik unterbrechen.

Ich glaube aber es ist von größerem Nutzen eine Kritikkultur zu etablieren. Den Mannschaftsmitgliedern klar zu machen, dass wir eine gemeinsame Zielsetzung haben und nur konstruktive Kritik (Nennung von Positivem und Negativem) uns voran bringt. Das Kritik an einer Person auch immer die Verpflichtung zur Stützung und Unterstützung dieser Person birgt und dazu sogar ein Stück weit verpflichtet. Durch die gemeinsame Zielsetzung (Titel, Spielgewinn, Trainingserfolg) sollten Mannschaftsmitglieder sich niemals in einer Opposition zueinander befinden, sondern in einer Form der kritischen Auseinandersetzung miteinander. Damit dies funktioniert muss den Teammitgliedern bewusst werden was Kritik in einem Menschen bewirkt, wann sie angebracht ist und wie der jeweilige Mensch Kritik verarbeitet.

Ich empfehle besonders in der Preseason oder Postseason sich darum zu bemühen als Team eine herrschaftsfreie Aussprache zu führen. Was bedeutet das? Wir stellen alle Mannschaftmitglieder ob Trainer, Spieler oder Staff gleich. Es wird gemeinsam auf einen angenehmen und vernünftigen Umgangston geachtet. Es soll auch immer wieder die gemeinsame Zielsetzung betont werden. Das Gespräch sollte keinerlei zeitliche Begrenzung haben und muss zielorientiert ablaufen. Rücksicht ist in dieser Situation ein Gebot. Die Trainer und Staff sollen sich gezielt im Raum verteilen. Am Vorteilhaftesten wäre ein Sitzkreis.  Ein solches Gespräch kann eine befreiende Wirkung haben und Streitigkeiten im Hintergrund aufdecken und zu Lösungsansätzen führen. Hierbei geht es nicht ums Bashing, sondern vor allem eine Möglichkeit zu bieten als Team zusammenzuwachsen und einen Meinungskonsens zu entwickeln.

Identifikationsmerkmal

Leitsätze wie TEAMGEIST – STOLZ – ENTHUSIASMUS (Düsseldorf Panther), Excellence-Commitment-Execution (Wiesbaden Phantoms Jugend 2011-bis heute), Band of Brothers (Frankfurt Universe Jugend 2012), All In (Cologne Falcons Jugend 2011) und Aus dem Bus auf die Fresse! (Hessenauswahl 2010) sind gute  Beispiele für die Schaffung eines Wertsystems für ein Team. Neben dem Teamlogo und Vereinsnamen kann es von großer Bedeutung sein ein weiteres Identifikationsmerkmal zu schaffen. Der Mannschaftsname erschließt sich nicht immer in dem Kontext eines Wertsystems und ist vor allem fremdbestimmt. Er ist schon vorhanden. Ein Motto oder Leitworte werden meist von dem Team sich selbst gegeben und schaffen so Selbstbewusstsein und Selbstverpflichtung. Diese Worte sind auch in der Lage eine übergeordnete Handlungsempfehlung zu schaffen und verbessert die Gruppendynamik. Man ist immer wieder in Lage sich auf dieses Motto/ Emblem/ Leitgedanken zu berufen. Diese Worte sollten von Zeit zu Zeit überdacht werden und überprüft werden auf ihre Wirkung und ihren Einfluss. Wir sollten diese Worte immer wieder an die Spieler herantragen und die eigene Handlungsweise auch an diesen Worten messen. Es ist von großer Bedeutung für junge Menschen sich an einem Wertekodex messen zu können und diesen auch zu unterstützen. Eine solche Festsetzung ermöglicht auch für Neueinsteiger eine schnelle Orientierungshilfe im Gruppengefüge zu finden. Die Worte dürfen zu keinem Punkt zu einer Worthülse verkommen, sondern sollen viel mehr Drehachse der Philosophie eines Teams sein. Es geht hier nicht um Originalität oder Inhalt, sondern vor allem um die Funktion und den Gedanken eines Mottos.

Abschluss

Ich möchte an diesem Punkt meine Überlegungen beenden. Mein Blogbeitrag sollte einige Ideen und Eindrücke enthalten die euch weiterhelfen können.  Ich musste mich in meiner Länge begrenzen und würde sehr gerne, falls Interesse besteht zu einem späterem Zeitpunkt meine Gedanken weiter ausführen. Ich stelle in dieser kompakten Abhandlung einen hohen Anspruch an die soziale Funktion von einem Footballcoach. Es handelt sich um Jugendarbeit und in Jugendarbeit entsteht immer eine soziale Verantwortung. Wir als Trainer können einen beeindruckenden Einfluss auf das Leben eines Spielers haben. Wir sehen sie schließlich für sagen wir mal (Minimalrechnung) 20 Wochen (4h/Woche) Vorbereitung, 9 Wochen Saison (4h/ Woche) und 9 Spieltage mit An- und Abreise (6h/Woche). Dies sind 20×4+9x4h+9x6h= 170h. In dieser Zeit, vor allem wenn wir bedenken das kleine Momente in unserem Leben uns verändern können, haben wir als Trainer einen Einfluss auf die Formung eines jungen Charakters. Diese Möglichkeit sollten wir nutzen!

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Leistungspotentiale im American Football in Deutschland

Quelle: WZ News Online

Liebe Leser,

ich freue mich ausserordentlich den heutigen Author zu begrüßen. Diplom Sportwissenschaftler, Sammy Schmale, er war Rhein Fire GM von 2004 bis 2007, ist  unter anderem Personal- und Athletik Trainer und hat die Combine Tests als Verantwortlicher organisiert und durchgeführt. Er ist ein absoluter Experte auf dem Gebiet der Sportwissenschaft und ich hoffe sehr das es nicht das letzte Mal ist das er auf diesem Blog schreibt.  Hinzu kommt das er auch ein exzellenter Football Lehrer ist.

Danke Sammy das Du Deine Kompetenz mit uns teilst. Und nun viel Spass beim lesen…

Teil 1: Bankdrücken
American Football – ein exklusiver Kollisionssport, den nicht alle spielen
wollen oder können. Es gibt eine nahezu unendliche Anzahl von theoretischen
taktischen Möglichkeiten für die Coaches dieses Spiel strategisch zu gestalten.
Es gibt aber auch vielfältige praktische körperliche und geistige
Anforderungen an die Spieler dieser faszinierenden Mannschaftssportart.
Diese Artikelserie setzt bei den athletischen Anforderungen an und bietet
somit eine Darstellung möglicher Leistungspotentiale. Denn diese Potentiale
sind für Coaches, als auch für Spieler interessant. Athletik Training lohnt sich!
Viele Coaches beschreiben American Football als einfaches Spiel: blocken, tacklen,
werfen und fangen. Dagegen ist grundsätzlich nichts einzuwenden, sondern nur
etwas hinzuzufügen. Bei einem häufig gleichen taktischen und technischen
Leistungsstand vieler Footballteams (nicht nur in Deutschland) steigen die Chancen
Spiele zu gewinnen, wenn die athletischen (footballspezifischen) Fähigkeiten der
Spieler des eigenen Teams besser sind.
Seit Ende der 70er Jahre (bzw. schon seit Anfang 60er) führten bereits einzelne Profi
Teams sog. Scouting Organisationen ein, um die besten (College) Talente für ihre
Teams zu finden. Dabei stand und steht natürlich immer die footballspezifische
Spielfähigkeit an erster Stelle des Interesses der Coaches. Viele Komponenten, auf
die ich in der Artikel Serie eingehen werde, führen zur Spielfähigkeit. Eine
Komponente ist die „Männer – Übung“ Bankdrücken (engl. bench press). Das
Bankdrücken gehörte früh zu den Testverfahren. Auch die heutige NFL Combine
verzichtet nicht das diese klassische Disziplin.

Bankdrücken:
1. Wie wird getestet?
Bei der NFL Combine müssen 225 lbs. (ca. 102 Kg) so oft wie möglich zur
Hochstrecke gebracht werden. Das Gewicht kann nicht variiert werden, sondern es
zählt einzig und allein die maximal erreichte Wiederholungszahl.

2. Was wird  getestet?
Vermutlich war das Bankdrücken mit einem Normgewicht zu Beginn der
Professionalisierung in den 60/70er Jahren ein wichtiges Verfahren um eine
„überdurchschnittliche“ Kraftfähigkeit der getesteten Talente zu ermitteln. In der
heutigen Zeit ist im professionellen Bereich mit Bankdrück-Leistungen von (viel!)
mehr als zehn Wiederholungen davon auszugehen, dass eine (Kraft-)
Ausdauerleistungsfähigkeit im Vordergrund des Interesses der Scouts steht.
Interessanterweise ist Bankdrücken die einzige Kraftübung, die getestet wird –
Kniebeugen, Kreuzheben oder andere klassische Kraftübungen sind (eigentlich
erstaunlich!) keine Bestandteile der Combine.

3. Was sagt  das Testergebnis aus?
Es bedarf einer deutlichen Differenzierung der (Test-) Ergebnisse hinsichtlich der
ermittelten Leistung und der Zielgruppe. Selbst bei den Topp NFL Talenten variieren
die Ergebnisse auf einem hohem Niveau. Die Variation ist sowohl innerhalb der
Positionsgruppe, als auch innerhalb eines getesteten Jahrgangs erheblich.
Grundsätzlich gilt für diese besondere Gruppe, dass in der Regel weit mehr als zehn
Wiederholungen realisiert werden. Heutzutage gehen die Coaches / Scouts von
folgenden Annahmen aus:
1. Es besteht ein Zusammenhang zwischen der max. Wiederholungszahl
und der max. Kraftfähigkeit im Bankdrücken. Es ist bis zu einem gewissen
Grad selbsterklärend, dass jemand der mehr Kraft hat, ein relativ leichtes
Gewicht (meist) häufiger zur Hochstrecke bringen kann.
2. Im American Football ist die zeitliche Belastung pro Play (NFL)
durchschnittlich 5,05 Sekunden (vgl. Kramer & Gottschalk 2000) und wird
somit energetisch überwiegend anaerob – alaktazid abgedeckt. Beim
Bankdrücktest kommt es in der Regel zu einer deutlich längeren zeitlichen
Belastung. Im Klartext bedeutet diese „Dauer-Belastung“ eine Stressbelastung
für das System der Energieversorgung. Diese Belastung entspricht auf dem
ersten Blick nicht der oben beschriebenen Normbelastung. Aber: Der Abbruch
erfolgt in der Regel „nur“ durch eine „Überanreicherung“ von Laktat
(Milchsäure). Indirekt könnte so auch eine funktionale und somit richtige
Arbeits- & Trainingsleistung im psychisch anspruchsvollen Laktat-
Toleranzbereich abgeleitet werden.
3. Je mehr Wiederholungen geschafft werden, desto größer ist die
Wahrscheinlichkeit, dass der getestete Athlet keine „Eisen-Allergie“ hat,
sondern freiwillig qualitative Zeit im Kraftraum verbringt. Coaches gehen
davon aus, dass es mühsamer und zeitintensiver ist, sich eine (Kraft-)
Ausdauerfähigkeit anzutrainieren, als z.B. allein die Maximalkraft zu
verbessern. Daraus könnten sie in Verbindung mit allen anderen
Informationen über diesen Spieler eine hohe Eigen-Motivation ableiten. Eine
hohe sog. Intrinsische Motivation unterstellt eine grundsätzliche Bereitschaft
sich zu „quälen“ und zu trainieren, um sich zu verbessern. So könnte auch
indirekt (in Verbindung mit den Interviews und der Vita) auf die Einstellung
eines Athleten geschlossen werden. Diese wichtige Motivationseigenschaft
könnte somit als eine solide Basis für den Beruf eines Profi-Sportlers gelten.
4. In der NFL liegt die durchschnittliche Anzahl von Spielzügen (Plays ohne
Special Teams) pro Begegnung bei 63,4 Plays (vgl. SCHMALE 2010). Das
bedeutet vor allem für die Line-Spieler (Offense- und Defensive Line), dass sie
im Mittel 63,4 Mal für die Spielzüge Blockarbeiten verrichten müssen. Im
Umkehrschluss bedeutet eine hohe Ausdauerleistungsfähigkeit im
Bankdrücken eine stabile athletische Basis-Voraussetzung für die qualitativ
hohen (Block-) Anforderungen im Pro Football. Je ermüdungsresistenter der
Spieler ist, desto besser kann er sich auch gegen Spielende noch
konzentrieren und wird weniger Fehler (technische und/oder taktische)
machen.
5. In der NFL gibt es signifikante Unterschiede zwischen den 15 getesteten
Positionen. Diese lassen sich grob in 2 Gruppen teilen: Line Spieler (Offense
und Defensive Line) und Backfieldspieler. Die (schwereren) Spieler
performen beim Bank drücken deutlich besser als die (leichten)
Backfieldspieler (vgl. ROBBINS 2011). Während man bei den Line Spielern
eine hohe positionsspezifische Kraft (-ausdauer) -leistung erwarten kann
können die Coaches, bei den übrigen Spiel-Positionen in Verbindung mit
anderen verfügbaren Informationen zumindest „vorsichtige“ Rückschlüsse
über eine allgemeine körperliche / athletische Verfassung des
Oberkörpers des Athleten ziehen. Ein gewisses Maß an Kraft setzt eine
Muskulatur voraus, die in der Voll-Kontakt Sportart American Football (auch)
als Verletzungsprophylaxe dient. Ohne ein Mindestmaß an Muskulatur zur
Vermeidung von Verletzungen sinkt die „Halbwert-Zeit“ des Athleten erheblich.
Gleichzeit steigt das gesundheitliche Risiko für den Athleten bzw. das
finanzielle Risiko für den Arbeitgeber, sowie auch die moralische
Verantwortung der Coaches.


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Beispiel:
In der Abb. 1 sind die besten 12 Testergebnisse der Defensive Line Spieler der NFL
Combine 2011 dargestellt. Der Spieler Paea hat mit 49 Wiederholungen einen neuen
Rekord für die NFL Combine aufgestellt. Die drei (letzten) Spieler mit immerhin 30
Wiederholungen gehören mit diesen Leistungen zu den Top 12 Athleten im
Bankdrücken auf ihrer Position. Im Vergleich zum ersten Spieler drücken aber alle 3
Spieler insgesamt 19 Mal weniger die 225 lbs. /102 kg. In der Summe sind das ca.
19 x 102 Kg = 1938 kg, also 1,93 Tonnen! weniger als der Spieler Paea ! Im
Vergleich zum 2. Besten Austin mit immerhin 38 Wiederholungen ist die Differenz mit
8 x 102 kg = 816 kg immer noch erheblich. Paea wurde (trotzdem „erst“) in der 2
Runde als 52. Spieler von den Chicago Bears gedraftet. Der Spieler Fua wurde in
der 3. Runde als 97. Spieler gedraftet.
Zusammenfassend für den professionellen Football lässt sich sagen, dass die
Bankdrück Leistungen uneinheitlich sind und somit ein Mindestmaß an Kraft- bzw.
Ausdauerleistungsfähigkeit in dieser Test-Disziplin abgefragt bzw. überprüft wird. Der
Mittelwert ist mit fast 34 Wiederholungen (Wdh.) dem Extremwert von Paea
maximale Wiederholungen Bankdrücken Besten Liste Defensive Line
NFL Combine 2011 geschuldet. Der Medianwert mit 31 Wdh. gibt einen „ehrlicheren“ Wert für das  Mittelmaß im Bankdrücken in der Gruppe der Defensive Line an. Einerseits kann bei  gleichen Testwerten in den anderen Test-Übungen eine höhere Wiederholungszahl
im Bankdrücken bedeuten in der Draft früher genommen zu werden. Andererseits
müssen bei unterdurchschnittlichen Wdh. im Bankdrücken, kompensatorische und
somit überdurchschnittliche Leistungen in den anderen Tests gezeigt werden, um
überhaupt eine Chance für die Draft zu bekommen!
4. Was ermittelt das Testergebnis von maximalen Wiederholungen beim Bankdrücken mit einem standardisierten Gewicht von 225 lbs/102 kg nicht?
In der Literatur wird von verschiedenen Autoren darauf hingewiesen, dass man nicht
ohne Weiteres von der maximalen Wiederholungszahl auf die maximale
Kraftfähigkeit im Bankdrücken schließen sollte (vgl. BRECHUE & MAYHEW 2011,
MAYHEW 1999, BUSKIES & BOECKH-BEHRENS 1999, MARSCHALL / FRÖHLICH
1999). Bei weniger als zehn Wiederholungen bis zum Abbruch konnten MAYHEY et
.al. (1999) bei 68% der Testteilnehmer ein 1-Wiederholungsmaximum vorhersagen,
dass sich in einem Rahmen von immerhin +/- 10 lbs. (4,54 kg) ihrer max.
Bankdrückbestleistungen bewegte. Bei mehr als 10 Wdh. verschlechterte sich die
Prognose hinsichtlich der Bankdrückbestleistung erheblich.
Die Ausführung des Bankdrückens sagt natürlich auch nichts über die Qualität z.B.
des „punchs“ beim Blocken aus, da der Kraftimpuls nicht ermittelt wird. Somit ist es
trivial, dass man von der getesteten Bankdrückleistung nicht:
1. Auf die Maximalkraftfähigkeit des Athleten schließen kann und
2. trotz ähnlicher Bewegungsausführung des Line – Blockings auch nicht auf
eine footballspezifische Spielfähigkeit im technischen Sinne schließen kann.
5. Warum gehört Bankdrücken zum Kanon der Verbesserungspotentiale im American Football in Deutschland ?
Im Football in Europa (Deutschland) ist die Leistungsdichte innerhalb eines Teams
oder für Auswahlmannschaften natürlich eine andere als in den Collegeligen oder
den Profi-Ligen der USA. Demnach spielen sog. Leistungsvoraussetzungen pro
Position, wenn überhaupt, nur eine untergeordnete Rolle. Es macht auch wenig Sinn,
sich an US-amerikanischen Daten und Bestleistungen aus dem College oder der
NFL zu orientieren. Wie wir alle wissen, ist in den USA der Zeitaufwand, sowohl für
die technisch- taktische Ausbildung, als auch für den athletischen Bereich und der
damit verbundenen überlegenen Spielfähigkeit, mit dem Zeitbudget der Teams in
Europa nicht zu erreichen. Dennoch gibt es aus meiner professionellen Sicht große
Verbesserungspotentiale für die meisten Teams (Nachwuchsteams) im Training
selbst.
Dazu einige offenen Fragen:
1. Wenn es keine (offiziellen) relevanten Leistungsanforderungen seitens der
Coaches gibt, wie z.B. eine Mindestanzahl von Wiederholungen beim
Bankdrücken mit 102kg / 225lbs., (oder einem anderen geeigneten Gewicht
z.B. in der Jugend mit 50 bzw. 80 kg) warum soll dann eine Bankdrückleistung
bzw. eine Verbesserung der Bankdrückleistung für die Athleten überhaupt
relevant sein bzw. werden?
2. Wenn es keine adäquaten Trainingsbedingungen (Krafträume) wie an den
US-amerikanischen High Schools und Colleges gibt, wie kann man dann z.B.
das Bankdrücken (im Kollektiv) effektiv trainieren?

Zu 1. Relevante  Leistungsanforderungen- Vier Schritte zum Erfolg:
Fehlende (öffentliche / offizielle) Leistungsanforderungen sind mit Sicherheit ein
Grund, warum viele Spieler erst spät (wenn überhaupt) den funktional richtigen Sinn
von Krafttraining „entdecken“. Es wäre aus meiner Perspektive relativ einfach solche
„Normen“ z.B. für Bundesligateams, Auswahlmannschaften (z.B. U19) oder für die
Nationalmannschaften (Damen, Herren und U19) pro Position zu benennen. Eine
(öffentliche / offizielle) Festlegung von „Normativen“ kann im ersten Schritt zunächst
als „Qualitätssicherung“ gesehen werden, damit Leistungstest im Sinne einer
Überprüfung von Minimal- oder Mindestanforderungen für den ATHLETEN
ÜBERHAUPT RELEVANT WERDEN. Seit etwa 50 Jahren werden in den USA im
Football Leistungstests durchgeführt. So hat man über die Jahrzehnte natürlich einen
großen Erfahrungs- und Datenvorsprung erworben, der dazu beigetragen hat, dass
der (extreme) Wettbewerb auf Seiten der Athleten sich entwickeln konnte. Erst der
Wettbewerb und die Vergleichbarkeit der Resultate führen zu immer besseren
Athleten, natürlich nicht nur im Bankdrücken! Dazu ist es wichtig, sich erst einmal
von den Daten und Rekorden der Topp College Spieler zu „distanzieren“, um im
zweiten Schritt eigene (Mindest-) Anforderungen z.B. für die Auswahlmannschaften
zu definieren. Diese Mindestanforderungen werden dazu führen, dass Athleten
„lohnenswerte Ziele“ gesetzt bekommen an denen sie sich orientieren können. Eine
frühere Orientierung bereits im Jugendbereich wird langfristig auch bessere
Ergebnisse und somit bessere Athleten nicht nur für die Bundesliga hervorbringen.
Zwangsläufig werden auch überdurchschnittliche Bestleistungen getestet werden, die
dann im dritten Schritt zu eigenen regionalen / nationalen „records“ werden. Diese
sind dann für die Coaches, als auch für die Talente mit den US Daten vergleichbar.
Der vierte und letzte Schritt betrifft die Trainingsplanung. Erst eine adäquate
Trainingsplanung über ein Trainingsjahr wird den Athleten helfen, ihre limitierte Zeit
optimaler zu nutzen. Es versteht sich von selbst, dass kopierte Pläne aus den USA
(egal ob High School, College oder gar NFL) meist nichts mit der deutschen
(europäischen) Trainingsrealität zu tun haben und somit relativ, im Sinne einer
erfolgreichen eigenen Trainingsplanung, „wertlos“ sind.
Zu 2.Adäquate Trainingsbedingungen:
Ich persönlich glaube nicht daran, dass sich in der hiesigen Trainingsmentalität
etwas gravierend ändern würde, wenn man durch Wunderhand amerikanische
Trainingsbedingungen hätte. Solange es keine formulierten und konkreten
Leistungsanforderungen pro Position und Spielniveau gibt, wird es für die meisten
Spieler keine „lohnenswerten“ Gründe geben, Zeit dafür zu opfern. Dennoch spielt
die Verfügbarkeit von Räumlichkeiten, Langhanteln, Bänken und Gewicht natürlich
eine tragende Rolle. Wie bereits oben angesprochen, halte ich es daher für dringend
notwendig, Training und Leistung hinsichtlich des Alters, des Spielniveaus, des
Talents und der damit verbundenen (Zukunfts-) Perspektive zu differenzieren.
Breitensport: Sowohl im Junioren- als auch im Seniorenbereich (Männer / Frauen)
gibt es viele gute Gründe (pädagogische, gesellschaftliche, politische und natürlich
auch sportliche Gründe) American Football als Breitensport zu betreiben. Wenn in
diesem Sinne Sport quasi Mittel zum Zweck ist und keine weiteren (Leistungs-
)Ansprüche gestellt werden, so reiht sich diese schöne Mannschaftssportart nahtlos
in die deutsche Sportlandschaft ein, denn der größte Teil des Sports in Deutschland
ist Breitensport.
Leistungssport: Betreibt man American Football als Leistungssport so ist mir
persönlich die Abgrenzung zum Breitensport zu unscharf. Wo genau fängt im
American Football in Deutschland der Leistungssport eigentlich an und wohin soll ein
möglicher Leistungssport-Gedanke genau führen? Davon ist im Wesentlichen die
gesamte mittel- als auch langfristige (individuelle) Trainingsplanung abhängig.
Sollte der Breitensport Ansatz auch für Bundesliga-, Auswahl- und
Nationalmannschaften gelten, so ist das in keinster Weise zu kritisieren oder gar
falsch. Es muss dann allerdings klar sein, dass unter diesen Bedingungen auch
„nur“ unplanmäßige Erfolge in der Entwicklung dieser Sportart generiert werden
können!
Ab dem Moment, wo konkrete Leistungsanforderungen gestellt werden, wird sich
eine neue deutsche (europäische) „kreative“ und lösungsorientierte Trainer- und
Trainingskultur entwickeln können bzw. müssen. Coaches werden Lösungen finden,
z.B. für das Bankdrücken:
a) Anschaffung notwendiger Geräte / Gewichte. Es müssen keine teuren
Olympia – Langhanteln sein. Es gibt, für deutlich weniger Geld, kleinere
(kürzere) Hantelstangen mit demselben 50mm Maß der Olympia
Gewichtsscheiben. Wenn die essentielle Bedeutung von
Mindestanforderungen klar wird, werden sich auch seitens der Sportler
realistische finanzielle (Eigen-) Lösungen finden lassen.
b) Neue Inhalte und Zeitpläne werden sich entwickeln, um zum Beispiel Bank
drücken im Wintertraining in das „normale“ Hallentraining einzubeziehen. So
würden sich Wiederholungszahlen pro Woche / Monat erheblich steigern
lassen.
c) Konkrete Leistungsanforderungen werden eine vergrößerte qualitative
Nachfrage seitens der Sportler nach (individualisierten) Trainingsplänen
nach sich ziehen. Das würde endlich eine Abkehr von den weit verbreiteten
US-amerikanischen Trainingsplänen und von vielen anderen völlig
ungeeigneten „Modellen“ bedeuten. Somit würde der qualitative „output“ im
Sinne eines Verbesserungspotential deutlich ansteigen, da (Trainings-) Zeit
optimaler genutzt werden könnte.
Zusammenfassung:
Wie ich bereits in der Einleitung erläutert habe, wird hier an dieser Stelle auch über
die anderen Übungen des NFL Combine Tests berichtet. Das sind im Einzelnen die
20 und 40 Yards Sprints, der 20 Yards Shuttle, der 3-cone Drill, sowie die Sprünge
Differenzsprung (jump & reach) und Standweitsprung (broad jump). In allen Tests
werden athletische und funktionale Ausprägungen der Kraft getestet.
Bank drücken ist der einzige direkte Krafttest der Combine mit Gewichten, der auch
noch in einer football-unspezifischen Form, nämlich im Liegen getestet wird. Aber er
wird nun mal seit Jahrzehnten getestet und die Daten und Vergleichsmöglichkeiten
bei standardisierten Bedingungen sind fester Bestandteil des amerikanischen
Systems. Stark vereinfacht und verkürzt werden Kinder und Jugendliche bis zu
einem gewissen Grad einfach durch ihr Wachstum kräftiger und stärker (meist auch
schneller), ohne dass sie dafür besondere Trainingsleistungen erbringen müssen.
Untrainierte werden in der Regel einfach nur durch Training besser. Bei ihnen spielt
es kaum eine Rolle nach welchem Konzept sie trainieren, denn die werden sich bis
auf ein bestimmtes Niveau verbessern.
Betrachtet man Training als „die planmäßige und systematische Realisation von
Maßnahmen (Trainingsinhalten und Trainingsmethoden) zur nachhaltigen
Erreichung von Zielen (Trainingszielen) im und durch Sport ( vgl.
HOHMANN/LAMES/LETZELTER 2007), so könnten für den deutschen Football
enorme Potentiale erschlossen werden. Voraussetzung hierfür ist die konstruktive
Benennung von Inhalten zu den Punkten planmäßig und systematisch, sowie eine
konkrete Zielsetzung z.B. für die Erreichung von athletischen Mindestanforderungen.
Beispiel:
Das Einstiegsalter für das Krafttraining im Football könnte man z.B. mit 16 Jahren
benennen. Planmäßig würde dies bedeuten, dass er bis zum 19 Lebensjahr drei
Jahre Trainingszeit in der Jugend verbringt. Bei geschätzten 30 Wochen
organisiertes (Football-) Training pro Jahr sind das bei 2-3 Trainingseinheiten pro
Woche 60-90 Trainingseinheiten im Jahr. Mal drei Jahre sind das (nur!)180-270
Trainingseinheiten. Diese begrenzte Zeit gilt es systematisch(er)
(trainingswissenschaftlicher) zu nutzen. Hier könne die Grundlagen geschaffen
werden und eine konsequente, durch Training hervorgerufene (!) Entwicklung zu
fördern und auch zu fordern. Dazu braucht es konkrete Trainingsziele, damit Zeit
effektiver genutzt werden, das Training für die spezifischen Anforderungen im
Football optimiert werden und Leistungspotential ausgeschöpft werden kann.
Wir brauchen in Deutschland den Mut und das Selbstvertrauen eigene
Mindestanforderungen an die Athleten zu stellen. Das es große Unterschiede im
Leistungsvermögen innerhalb der verschiedenen deutschen Ligen gibt, ist nichts
Besonderes, denn auch im College Football gibt es zwischen den verschiedenen
Divisions z.T. gravierende athletische Leistungsunterschiede (vgl. FRY et. al. 1991).
Vor dem Hintergrund einer Optimierung der Trainingsqualität ist es essentiell
athletische (nicht nur technisch / taktische) Mindestanforderungen zu formulieren,
einzufordern, zu überprüfen und natürlich auch zu trainieren. Standards als
Orientierungshilfen zu setzen wird mittelfristig enormes Potential frei setzen.

In diesem Sinne – Keep your Fire burning …!

Sammy Schmale

Diplom Sportwissenschaftler
Eine vollständige Literaturliste ist beim Verfasser erhältlich:
psst@sammyschmale.de

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Football Deutschland Recap

Liebe Leser,

das Ende des Jahres nähert sich unaufhaltsam. Obwohl sich bald alle um den Weihnachtsbaum versammeln, ist Football doch irgendwie immer dabei. Die einen gucken sich College und NFL an, die anderen bekommen Geschenke die mit Football zutun haben und andere celebrieren die Vorfreude auf 2012 und was 2012 so bringen wird.

Ich zumindestens.

Wenn ich auf 2011 zurückblicke, war es wirklich ein spannendes Jahr, besonders durch die Footballbrille. Dennoch, stell Ich mir einige Fragen:

1) War es Zufall das zwei No-Huddle Teams die Krone und das Krönchen des deutschen Footballs aufgesetzt bekommen?

Meine Antwort ist: Nein, moderne Systeme und die loyalität zur Philosophie wird sich immer durchsetzen. Wenn man kontinuierlich an seinem Football Programm bastelt und immer die Philosophie mit einbezieht kann man den Erfolg planen.

2) Warum macht man immer die gleichen Fehler? Geld verbrennen in der Senioren Mannschaft anstatt Jugendliche  zu werben und auszubilden ? Haben wir die Konsequenzen in Deutschland nicht schon so oft beobachtet oder durchgemacht.

Meine Antwort ist: Weil jeder immer den schnellen Erfolg sieht, anstatt ein Football Programm aufzuziehen. Geduld ist eine Tugend. Ein Football Programm hält auch finanzielle und sportliche Rückschläge aus. Eine Luftblase nicht. Und wenn bei den Luftblaseteams der Geldhahn zugedreht wird, bleibt im besten Falle der Holder und Kicker übrig und sonst nur verbrannte Erde.

3) Ist eine neue Ära angebrochen? Neue Trainer, Spieler und Spielsysteme.

Meine Antwort ist : Ja, die Helden der NFLE sind nur noch teilweise heldenhaft. Auch Trainer aus den glorreichen Footballtagen haben längst überholte Trainingsmethoden und Spielsysteme. Und wenn wir jetzt zusätzlich  in Deutschland wieder dahin kommen das wir nicht jeden der einen 3 Punktstand kann bezahlen, dann machen wir fast alles richtig. Die Top Priorität ist : Coaches müssen sich weiter bilden, und das zu den Spielern transferieren.

Zur Motivation für alle Coaches: Schaut Euch mal die sportlichen Lebensläufe der amerikanischen Coaches an. Dann werdet Ihr feststellen das die Trainer zum Teil jede Position schon einmal gecoacht haben auf beiden Seiten des Balles auf höchstem Niveau. Das hat was mit “Einstellung” und “Offenheit” zutun. Fangt klein an, beschäftigt Euch mal ein Wochenende mit der Position die das direkte Gegenbild zu der Position bildet die Ihr jetzt coacht (OL zu DL, RB zu LB,…)

Denkt mal drüber nach und postet wenn Ihr Lust habt, auch gerne zu den Themen am Anfang des Artikels.

Ich wünsche Euch frohe Festtage und kommt gut rein. Im neuem Jahr bin ich auch wieder da, mit neuen und alten Authoren. Seit gespannt.

Euer David

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Zone oder Man Defense? Base Cover 2 Rules by Andy Meyer

Liebe Leser,

jeder Defensive Koordinator stell sich irgendwann die Frage. Zone oder Man Defense? Heute gibts was zur Cover 2, die Defense die vermehrt im Collegebereich verwendet wird.

Checkt mal http://coachesschool.com/ da findet Ihr das neue Video zur diesjährigen Coachesschool.

Gruß,

Euer David

BASE COVERAGE RULES COVER 2

DIE PHILOSOPHIE HINTER DER COVER 2

-       TIMING ZWISCHEN QB UND WR ZERSTÖREN

-       DEN SPEED DER WR WEG NEHMEN

-       DEN CB MEHR ZEIT ZUM LESEN GEBEN

ALIGNMENT

-       CORNERS: 0 – 7 YARDS, OUTSIDE BIS HEAD UP POSITION

-       SAFETIES: 12 – 14 YARDS, 2-3 YARDS OUTSIDE HASH. SINGLE RECEIVER SIDE 12 YARDS, 2 RECEIVER SIDE 14 YARDS

-       OUTSIDE LB: HALBE DISTANZ ZWISCHEN #2 UND GAP RESPONSIBILITY, BEI SLOT RECEIVER

PASS ZONEN


HOOK      EIN GEBIET 15 YARDS TIEF VOM KOPF DES CENTERS BIS ZUM AUSSENBEIN DES TE ODER EMLOS ODER SLOT

CURL     EIN GEBIET 15 YARDS TIEF VOM AUSSENBEIN DES TE ODER EMLOS ODER SLOT BIS ZUM INNENBEIN DES RECEIVERS

FLAT     EIN GEBIET 15 YARDS TIEF VOM INNENBEIN DES RECEIVERS BIS ZUR SEITENLINIE

DEEP 1/2     EIN GEBIET, ANFANGEND ETWA 15 YARDS VON DER LOS BIS ZUR ENDLINIE UND VON DER LOS BIS ZUR MITTE DES FELDES

BASE COVER 2 AUS DER 3-4 DEFENSE

CORNERS (FLAT-ZONE):

BASE RESPONSIBILITY – #1

DIE CORNERBACKS MÜSSEN AUF JEDEN FALL DEN OUTSIDE RELEASE DES WR VERHINDERN.

DIE CORNERBACKS JAMMEN DEN WR OUTSIDE IN. BEI JEDER TIEFEN ROUTE VON #1 RE-

ROUTE UND BLEIBE BEI #1 UND LESE DURCH DIE #1 ZUR #2. CB FOLGT DER #1 BEI JEDER

INSIDE ROUTE SOWEIT WIE MÖGLICH.

OUTSIDE LB (HOOK TO CURL):

BASE RESPONSIBILITY – #2

HOOK TO CURL DEFENDER SPIELEN ZUERST PASS DANN RUN!

OLB BLEIBEN ON TOP VON #2. OLB LESEN VON #2 ZU #1. KREUZT #2 DAS GESICHT DES OLB NACH INNEN, ÜBERGIBT ER DIE #2 AN DEN ILB. DER OLB  SOLLTE DANN OLB AN TIEFE GEWINNEN UND NACH DEM SQUARE IN VON AUSSEN ODER DER DIG-ROUTE HINTER SICH ACHTEN. WIRD DER OLB NICHT MIT EINER INSIDE ROUTE VON AUSSEN ATTACKIERT, MUSS DER OLB MIT EINER CHECK DOWN ROUTE VOR IHM RECHNEN, WELCHE ER DANN COVERN MUSS.

INSIDE LB (HOOK):

BASE RESPONSIBILITY – #3

HOOK DEFENDER SPIELEN RUN DANN PASS!

ILB BLEIBEN ON TOP VON #3. SIE VERFOLGEN JEDE CROSSING ROUTE. CHECKEN SCREEN UND DRAW. WENN #1 UND #2 TIEFE ROUTEN LAUFEN, DANN MUSS DER ILB DIE #3 IN DIE FLAT VERFOLGEN.

SAFETIES (DEEP ½):

SAFETIES SPIELEN PASS DANN LAUF!

SAFETIES BLEIBEN ON TOP JEDER VERTICAL ROUTE UND TEILEN DIE DISTANZ ZWISCHEN #1 UND #2. KEY IST DER #1 RECEIVER. DER SAFETIE ARBEITET ZUR #1, WENN #1 EINE VERTICAL ROUTE LÄUFT. WENN #1 EINE KURZE ROUTE LÄUFT, DANN KOMMT DER SAFETY WEITER ZURÜCK RICHTUNG HASH.

 

 

COVER 2 VARIATIONEN MIT LB-BLITZEN

PATTERN READING IN DER COVER 2

 

DER OLB COVERD #2 IN DIE SEAM. UND LIEST VON DER #2 ZUR #1.

DER CORNERBACK JAMMED #1 NACH INNEN UND FOLGT DER #1 SOWEIT NACH INNEN, WIE MÖGLICH.

DER SAFETY BLEIBT ON TOP VON #2.

DER CORNERBACK CALLED IN-IN-IN, DA #1 EINE INSIDE ROUTE LÄUFT. DIESER CALL BRINGT DEN OLB VON DER SEAM-ROUTE ZUR INSIDE ROUTE VON #1.

DER OLB COVERD #2 IN DIE SEAM. UND LIEST VON DER #2 ZUR #1.

DER CORNERBACK JAMMED #1 NACH INNEN UND BLEIBT DANN BEI #1 UND SPIELT DIESE OUTSIDE IN.

DER SAFETY BLEIBT ON TOP VON #2.

DER CORNERBACK CALLED SMASH, DA #1 EINE KURZE ROUTE IN DIE FLAT ZONE LÄUFT. DIES BEDEUTET FÜR DEN OLB, DASS ER DIE ROUTE DES #2 RECEIVER UNDERCUTTEN KANN. DIES BEDEUTET, DASS DER OLB UNTERHALB DER #2 SPIELT UND DER SAFETY ON TOP VON #2.

DER OLB SIEHT DIE CROSSING ROUTE VON #2 UND ARBEITET WEITER IN DIE TIEFE. ER SIEHT SICH UM ZUR SQUARE IN ROUTE ODER DIG ROUTE UND ÜBERNIMMT DIESE.

DER ILB ÜBERNIMMT DIE CROSSING ROUTE VON AUSSEN.

DER CORNERBACK JAMMED #1 NACH INNEN UND FOLGT DER #1 SOWEIT NACH INNEN, WIE MÖGLICH.

DER SAFETY BLEIBT ON TOP VON #1.

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Punt Protection and Coverage by Lee Rowland

Liebe Leser,

wieder ist ein Monat rum und der nächste Artikel erscheint. Heute haben wir einen besonderen Gast, einen frisch gebackenen Champion. Lee Rowland, den Offensive Coordinator der Swarco Raiders Tirol. Die Swarco Raiders haben in 2011 nicht nur den Austrian Bowl , sondern auch den Euro Bowl gewonnen, ein unglaubliches Double. Die Belohnung für die hochkarätige Arbeit von Lee Rowland und Shuan Fatah.

Viel Spass beim Lesen.

Euer David

Punt Protection and Coverage

Philosophy
Without a doubt this phase of the kicking game is the most explosive. The outcome of many games has turned due to a blocked punt, a long return or the creation of great field position for the defense. For these reasons, this unit requires more practice time and maximum concentration by the unit members during practice.
Physical and Mental requirements
Athletes with a strong sense of responsibility – men we can count on to do their job.
Athletes with intelligence – men that know what to do and how to do it.
Hitters.
Punt Team Goals
No blocked punts.
No punts returned for Touchdown.
Net punting average of 37.5 yards.
Average punt return of 8 yards or less.

General Information
Timing
We must adhere to and execute our Snap to Punt procedure within the following time frame:
1.    Snap (15 yards)        0.8 seconds
2.    Punter            1.2 seconds
3.    Total time to kick        2.0 seconds
If our STP procedure takes any longer than 2.0 seconds, we risk the possibility of a blocked punt or early release by our coverage team.

Formations
Spread Punt – This is our primary formation.

Game Procedure
Personal Protector – The PP has 5 responsibilities
1.    He must ensure we punt the football within the allotted time.
We want to punt the ball as quickly as possible, there will be times though when we want to use as much of the game clock as possible.
2.    He must identify the number of potential rushers within the core blocking     formation.
Example: “6”

3.    He must declare, based on the front, where the man side is and make the     required color call. Example: Red, Blue, White, 6 Up / 7 Solid.
4.    He must ensure that our protection is sound.
•    The PP will give help to a pressure area or individual rusher as dictated by Game Plan.
•    Determine an overload rush and reset the protection scheme.
5.    He will start the punt process by commanding “SET”.

•    This final command alerts the unit to stop all movement and the Center is free to snap the ball anytime after the SET command.

Cadence Sequence
The Personal Protector LOS procedure has three components:
•    rush identification
•    protection call
•    final command of SET

Example:
“8 balanced – 8 balanced, protection call, (pause), SET.
The PP has told the unit that there are 8 possible rushers (“8”).
That there are 4 rushers to either side of the Center (“balanced”).
He has called the protection and told the Center and the unit that the ball can     be snapped (“SET”).
Example:
“8 Load right (pause), 8 Load right (pause), “blue” – “blue”, SET.
The PP has told the unit that there are 8 possible rushers (“8”).
There are 5 rushers from head up on the Center to the right side (“load         right”).
He has called the protection to be used (“blue – blue”) and told the         Center and the unit that the ball can be snapped.

Formation alignment and spacing

Coaching points:
(1)    Splits can be adjusted by game plan. Our basic splits are C and 3’s with no split, 3’s and 2’s splits of one foot. 1’s inside foot will be directly behind 2’s outside foot, one yard deep.
(2)    3’s set the vertical alignment by placing the toes of their inside foot level with the heels of the C. 2’s place the toes of their inside foot level with the outside foot of the man inside.
Get as far back as you can, create space between you and the rusher. If your helmet breaks the plane of the C’s butt then you are legal.
(3)    Remember that your stance is a staggered heel-toe relationship. Inside foot up, outside foot back. Weight should be on the inside foot. This can change dependant on call and protection responsibility.
(4)    PP initial alignment is 5 yds off the ball and centered on the inside leg of 3 to the punters kicking leg. This will vary dependant on call and protection responsibility.

Punt Protection
Philosophy
1)    Our punt protection is built on a zone concept of blocking. Each player has a specific area that they are responsible for.

Our goal is to prevent any potential rusher from running a straight line from his     initial alignment through the block point.

3)    ‘Constant Split relationship’ (CSR)
In using a zone blocking concept, it is extremely important that the blockers maintain their relationship (splits) with each other as they kick back.
(a)    Example: If the R2 blocks outside and away from R3, he forces R3 to block     more area than he is capable of doing. By doing this 2 has lost ‘constant split     relationship’ with the 3.

The 3 is now not capable of blocking     more than one rusher in his zone by     creating a domino effect. This is how the reliability of the protection is     compromised.

4)    ‘Vertical Set’
To avoid a loss in CSR, it is important for the blockers to set off the LOS on a vertical line to a depth of 3 yards. Brace the outside foot and make contact on the rushers near pad. The key to a great vertical set is “get off”, speed in kicking back and great footwork. When you brace, there should be a cushion so you can strike into your release. Make contact and strike through the inside number of the rusher. Redirect him from the block spot for 2 steps as you release.
Coaching Point:
A great vertical set that enables you to maintain your CSR will always give us the ability to handle overloads where a blocker will have to block more than one rusher in his zone.
General Zone Rules
1.    Expect a block attempt every time we punt – never get complacent.

2.    Look at the ball! That is what the rusher is keying. When it moves, execute your technique. Do not get beat across your zone by a rusher who reacts quicker to the snap than you do. There is nothing more important than great get-off.

3.    Block the rusher with the proper technique – getting a piece of the rusher is never enough.

4.    Know how many rushers can challenge your zone and the zone to your inside.

5.    Block two rushers by getting great get-off off the LOS.

6.    Never block inside. Help inside with CSR.

7.    Do not get involved with adjacent blockers responsibilities.

8.    Never allow a rusher to grab or cut you in order to free up another rusher through the zone. Vertical set technique is your tool – Use it!

9.    Work together – one blocker breaking down in his zone is all it takes for us all to fail.

Protection schemes – We shall use 4 basic punt protection blocking schemes.
1.    White protection – This is a strict zone protection scheme with our Center vertical setting straight back to a depth of 3 yards then driving to his left gap. Our PP will block to the kicking leg side of the Punter and give help to the stress area on that side.
Our front blockers will apply strict zone/vertical set principles to depth of 3 yards.

Example: “White protection” vs. 8 balanced

Coaching Point: It must be noted that this scheme is the core of our     protection. It’s use, however will be for late in the game, 11 man rush     situations or when the defense is constantly moving and we cannot get a     count.

2.    Red protection – This is a man/zone protection that will be used with either a balanced or overload left call. We are man blocking the right side and zone blocking the left side. Our center is blocking the left A gap and the Guard to the man side is will block #4 and the PP will step up and block #3 to the man side.

Example: “Red protection” vs. 8 balanced

Coaching Point: Basic zone principles are still applied on the right side, i.e. vs. twist rushes , rushers crossing your zone etc. It is vital that we remember that since the ball is punted on the right side or the man side, we must be firmer in our protection to that side. The man side will take shorter sets, be firmer and should be able to release quicker.
3.    Blue protection – This is a man/zone protection scheme that will be used with an overload right or 8 man balanced with a left footed punter. We are man blocking the left side and zone blocking the right side. Our center is blocking the right A-gap and the PP is blocking the 3 man to the left. L3 is responsible to block the 4 to the left side. If #4 is inside L3 will jump him.

Example: “Blue protection” vs. 8 balanced.

Coaching Point: Basic zone principles are still applied on the left side, i.e. vs. twist rushes, rushers crossing your zone etc. It is vital that we remember that since the ball is punted on the left side or the man side, we must be firmer in our protection to that side. The man side will take shorter sets, be firmer and should be able to release quicker.

4.    Solid protection – This is a strict man protection scheme creating a short set by all interior blockers 3’s, 2’s and 1’s. This scheme is used only when 6 or 7 men are in the box. Call out “6 UP” tells the 1’s to block #1 rusher from outside in on the LOS. The 2’s block #2 rusher from outside in and the 3’s block #3 from outside in again on the LOS. The PP is responsible for the #4 rusher to either side if he calls “7 UP” or if we get a rusher (rattler) coming from outside the box. Versus a & UP Stack look, count the man on the LOS as the lower number and the man off as the higher number. The blockers responsible for these numbers must sort them as they rush. Center is always free on 6/7 UP calls.

Examples: Solid vs. 6 man looks.

Coaching Point – Man protection principles on both sides. If your man is aligned inside of you, use power step inside to get in front of the rusher. If a 6 UP look with no #7 entering the box (rattler) – PP is free to release with center to get out fast. If we have a 6 UP look with 4 to one side and 2 to the other, the PP is responsible for #4 which would free up the Guard, Tackle or Wing to the other side.

Examples: “Solid protection”

The above could also be called as Red.
The 3 would jump #4 and the PP would deal #3.

Positional notes for Punt Protection
Personal Protector
1.    The PP is the QB of the punt team and the last line of defense to the block point.
2.    It is crucial that our PP makes good decisions.
3.    Alignment – 5 yards from the football. Directly behind the 3 to the Punters kicking leg side.
4.    Stance – 2 pt stance, feet parallel, hands placed lightly on knees. Flex knees and hips and survey and identify the front presented.
5.    Basic Rules in Protections:
a) White protection – Protect kicking leg first. Find the stress area in the front and give help to that area if needed.

b) Red protection – Block 3rd man in the box counting from outside to inside.

c) Blue protection – Block 3rd man in the box counting from outside to inside on the LEFT side.

d) Blue protection vs. Super Loads – The PP should focus on the backside hip of the center away from the Super Load. If the rusher who created the Super Load loops to the backside the PP will block him. If not, he will scan the front for the stress point on the load side. (A Super Load is created when the 4th rusher to a side is head up on the center, he becomes a potential 5th rusher).

6.    Coaching Points for Personal Protector
a) NEVER BACK UP !!
b) Do not move out of your home position too fast. A few steps to either side will still keep you in proper relationship to the block point.
c) Take on a rusher with your hands and face, don’t block edges!!
d) Do not get pushed back into the Punter …Make a stand!!

Center
1.    Throw a perfect snap to the Punter. This is first and foremost for you.
2.    White protection Rule – Block the area directly in front of you.
Stay big in center box by keeping feet apart. Extend your arms to either side (double arm bar) and shuffle back till you feel the ball punted. Staying big in the center box keeps you’re A-gap split minimal and makes the 3’s job easier when two rushers challenge that zone. Drive to your coverage lane through your left A-gap.

3.    Red or Blue protection – block the near rusher opposite the color call side of the protection.
You will always block to the zone side.

Example: Red protection – balanced rush

Example: Blue protection vs. Super Load Rt

Coaching Point:
When blocking to a side, settle back off the line at a diagonal angle. This gives you better positional leverage.

4.    Rusher loops to opposite side
a) By setting back you can track and adjust to the loop move.

Example: Red balanced protection

b) Stack Rush

i)    Set back and let the stack divide. Block inside rusher or backside rusher     vs. head up stack.

Example: Red protection

3’s
1.    Alignment – your inside toes on the heel of the center. We will always try to create space between you and the rusher, ensure that your helmet breaks the plane of the centers butt.
2.    Stance – Inside foot up, outside foot back in a 2 pt stance. Flex knees and hips, hands placed lightly on knees. Head up so you can scan and identify threats based upon the protection call.
3.    White protection rule – Block area from C’s near hip to the nose of your 2.

You take care of the inside part of the zone with a good vertical set and getting your inside arm up as you set. The center will help by coming straight back with both arms extended in a double arm bar.

4.    Red / Blue protection rules
Zone side:    your zone is now from your nose to the nose of your 2. Great         vertical set, protect your zone.
Man side:    If balanced or load, block #4 rusher, if Super Load block #3             rusher.
Example: Red protection vs. Balanced 8 man

5.    Stress areas – The hardest situation to handle is a two man rush through your extended zone in White protection.

a)    These rushers will be blocked by the 3 using his vertical set technique     and the center and 2 applying the principles of Constant Split     Relationship.
b)    If the center is giving help to the 3’s by coming straight back we will     deny the nearest rusher access into the A-gap which in turn causes a     knock on outside movement by the rushers away from the block point.

2’s & 1’s
1.    Split -12 inches between the 3’s.
2.    Alignment – 2’s will align their upfoot in line with the upfoot of 3. 1’s will place their inside foot directly behind the outside heel of 2 at least 1 yd deep or touching distance. Never be so close that you can be stepped on by 2 as he vertical sets.
3.    Stance – Inside foot up, outside foot back in a 2 pt stance. Flex knees and hips, hands placed lightly on knees. Head up so you can scan and identify threats based upon the protection call.
4.    Zone Rule – Block the man or men in your zone. Your zone is from your nose to the nose of the man outside you (1’s zone is determined by Box definition).

5.    Techniques – Vertical set – push off inside foot. Keep shoulders square. Brace with outside foot at a depth of 3 yds contacting the rusher on his near shoulder pad with the punch and shiver technique.
Coaching Point – vs. a two man threat, lose ground vertically off the LOS and use up both rushers.
Coaching Point – If you do not have a threat to your zone, help inside with CSR (do not block inside). Help outside by losing ground off the LOS with a great vertical set.

6.    Stress areas
Man in Zone – two man threat inside.
a)    Keep inside constant by losing ground vertically.

Two man threat in Zone
a)    Use up both rushers by losing ground vertically off the line. Do not allow     inside rusher to hold or cut you to stop you losing enough ground to     block the outside rusher.

Stack Rush
a)    Let the stack divide and block the rusher that challenges your zone.
Do not bite on the inside rusher – block your zone.

Twist Rush
a) Drop step and be patient. Lose ground to pick up the angle. Do not bite on     the inside rusher – block your zone.

Zone protection rush schemes
Our zone protection will be tested by a variety of rush schemes designed to take advantage of our blocking style. It is important that as long as each blocker understands our protection and executes proper technique, we will not have a problem with any rush schemes.
Middle Load rush
This rush is designed to bring 4 against 3. Usually the rush team will align rushers on the edge of 2 & 1 zones to try to get them to widen and make the 3’s block a wider area.

Coaching Point – We can effectively block this rush if the 3’s do a good job on their vertical set technique. Our 2’s must drop vertically to help the 3’s and pick up a blocking angle on the wide rushers. Once again CSR will play a key role in blocking this rush.

Gap Load (Example – C Gap Load)
This rush is designed to force the 2 to block 2 rushers. Usually the inside rusher of the two will try to grab the 2 and pull him inside to free the outside rusher

Coaching Point – The 2 must set of the line vertically in order to use up both rushers. Use your hands viciously in order to keep separation from a rusher trying to grab you. The 1 must also help the 2 by getting a good vertical set and great CSR.
Spread Formation Twist
This is the most difficult rush scheme we will see when in Spread formation. This rush scheme is designed to occupy and separate 1 and 2. The inside rusher in the 2’s zone will drive upfield and draw the 2’s block. The outside rusher in the 1’s zone will fold underneath the inside rusher and drive to the block point in the outside edge of 2′s zone as the inside rusher tries to occupy the 1.

Coaching Point – The 1′s must alert the 2′s of the 2 man rush threat. Both 1 and 2 must set vertically off the line in order to use up the rushers.

Man / Zone Protection – Red / Blue Protection

1.    Our PP will initiate this protection by calling it in the huddle
“Spread – Red protection”
2.    We will man block the side called in the huddle – “RED” man is right – “BLUE” man is left. The backside of the protection is blocked with zone rules and techniques.
3.    Count system – To our man side, the assignments are:
a)    Control is blocked because he is the coverage on our gunner.
b)    #1 will be blocked by the man side 1.
c)    #2 will be blocked by the man side 2.
d)    #4 will be blocked by the man side 3
e)    #3 will be blocked by the PP.
f)    It is very important that the man side blockers understand that we still     use the zone sets and apply zone principles against twist and stack     rushes.
4.    Red protection vs. 8 man balanced

Coaching Point – The center will bump left and give help to the zone side. If     the near rusher to that side tries to loop across your face, track him.

5.    Blue protection vs. 8 man balanced

6.    Blue protection vs. Load with a Twist

Coaching Point – The center will bump right and pick up any A gap rusher. R3, R2 and R1 will execute zone sets and techniques. L3 will jump the #4 and keep him on the los – stay on him like a rash. The PP will block #2 as he twists behind #3. L2 will vertical set and squeeze #2 until #3 shows up. L1 will block #1.

7.    Red protection

Coaching Point – The center will bump left and block any A gap threat – It is vital that the 3 does not leave him too soon, he must get a good vertical set and help the center until the looper shows up. L2 and L3 will execute zone techniques. R3 will power step inside and jump #4 – rash technique. PP and R2 will sort the twist between #3 and #2, R1 will block #1.

Punt Coverage

Philosophy

1.    Punt coverage is an area of strict discipline, but with flexible adjustment. Each player has an assigned responsibility that can be altered dramatically depending on where the ball is punted to and the type of return initiated by the opponent.

2.    Our philosophy of coverage is to force the returner with our Gunners; contain with our 1′s; permit the remainder of our coverage, C, 2′s & 3′s to fill in. This concept of Force, Contain and Cover is not difficult. We can never be wrong if we keep the football inside of us and in front of us.

3.    Put our defense in the best possible field position.

Coverage Principles

1.    Protect the Punter – then cover.

2.    Speed and Desire are the two most desirable qualities of good coverage teams.

3.    Pinch, Gather and Breakdown – Progressively, our coverage pinches on the returner while still keeping leverage and maintaining coverage principles. As each coverage man nears the returner, they must bring themselves under control by gathering and breaking down. Use a focal point of five yards in front of the returner as the area to be ready to tackle.

4.    Know where we are kicking from and where we are kicking to.

5.    Find the ball and adjust your coverage accordingly, you can take a peek for the ball but don’t look or you will get lit up. Key the returner/s.

6.    ”PETER – PETER” warns of a poor punt. Immediately locate the ball and avoid illegal touching, let the ball roll towards the opponent’s goal line.

7.    Do not follow a teammate downfield when covering. Fan and adjust to fill the open lane and maintain 5 yard horizontal spacing from the next man.

8.    Keep leverage on the returner. Keep the ball on your inside shoulder.

9.    GUNNERS – Do not let the ball carrier split you or bounce outside of you.

10.    1′s – You are Contain, you are the widest men on the field: look for the reverse or gadget plays.

11.    Avoid contact with the return man if he signals for a Fair catch. 1st Gunner sprint past the return man and turn with back to goal line. 2nd Gunner front up and everyone keep coming – anticipate a muffed ball.

12.    When covering a punt with a fair catch signal, be alert and maintain your speed – anticipate a muffed ball.

13.    Gunners can catch a ball inside the 10yd line if the return man is not in a position to field the punt.

14.    Stay with the ball to properly down it. Never touch it and walk away… pick it up and give it to an official.

Punt Coverage Lanes

Correct lane distribution is vital to the success of our punt coverage. Each member of the coverage team will have an assigned landmark on the field to run through.
The cornerstone of our coverage is that we first run through our landmark and then converge on the football.

1.    Know and understand our protections and coverage rules.

2.    Run through your landmark then converge on the ball carrier by running through the near leg of the returner.

3.    We cannot over run the returner.

4.    Directional calls: Right – Middle – Left

5.    Gang Tackle – 2nd and 3rd tacklers go for the football and create a turnover.

6.    Gunners -    Release directly to the ball. Do not allow the ball to split you or         bounce outside of you. Attack from outside in. Make the tackle         through the near leg of the returner.

7.    1′s Contain -    You are the widest men on the field. Do not allow the ball to get         outside of you and squeeze down on the coverage. Be on the         look out for reverses and gadget plays.

8.    Lane -        Interior men – 2′s, 3′s C, PP, will have lane responsibilities: know         and apply coverage principles. Lane discipline – see diagrams on         following page.

9.    Safety -    The Punter has the Safety responsibility. Get downfield so as to         enable you to make a tackle if the returner gets an opening             rather than having to make an open field tackle. Keep your head         on a swivel and protect yourself from crack blocks.

Gunners -    Get a good release at the LOS – do not get held up. Sprint directly to         the returner and be ready to make a play. Do not let the ball split you or         get outside you.
1′s -        Execute blocking assignment and widen to your landmark, bottom of         numbers.
2′s -        Execute blocking assignment and widen to your landmark, split the         difference between the hash and the bottom of the numbers.
3′s -        Execute blocking assignment and widen to your landmark, 1 yd outside         hashmarks.
C -        Snap ball and release directly at returner. You are middle force.
PP -        Execute blocking assignment and sprint at returner. You are not a         Safety, fill a lane and be a factor in the coverage.
P -        Determine side of return, Press as close to coverage as possible to         alleviate open field tackle.

Gunners -    Get a good release at the LOS – do not get held up. Sprint directly to         the returner and be ready to make a play. Do not let the ball split you or         get outside you.
1′s -        Execute blocking assignment and widen to your landmark, L1 6yds from         sideline, R1 split the difference between RH and R#’s.
2′s -        Execute blocking assignment and widen to your landmark, L2 bottom of         the #’s, R2 down the RH.
3′s -        Execute blocking assignment and widen to your landmark, L3 split the         L#’s and LH. R3 split the RH and R#’s.
C -        Snap ball and release directly at returner. You are middle force.
PP -        Execute blocking assignment and sprint at returner. You are not a         Safety, fill a lane and be a factor in the coverage.
P -        Determine side of return, Press as close to coverage as possible to         alleviate open field tackle.

Gunners -    Get a good release at the LOS – do not get held up. Sprint directly to         the returner and be ready to make a play. Do not let the ball split you or         get outside you.
1′s -        Execute blocking assignment and widen to your landmark, R1 6yds         from sideline, L1 split the difference between LH and L#’s.
2′s -        Execute blocking assignment and widen to your landmark, R2 bottom of         the #’s, L2 down the LH.
3′s -        Execute blocking assignment and widen to your landmark, R3 split the         R#’s and RH. L3 split the LH and L#’s.
C -        Snap ball and release directly at returner. You are middle force.
PP -        Execute blocking assignment and sprint at returner. You are not a         Safety, fill a lane and be a factor in the coverage.
P -        Determine side of return, Press as close to coverage as possible to         alleviate open field tackle.
Important Rules to Know and Learn

1.    Only the End men, as eligible receivers can release downfield on the snap. A man in motion who is clearly outside of the end is eligible to release downfield.

2.    A blocked punt that does not cross the LOS:
a)    Can be advanced by any member of either team.
b)    If the kicking team recovers it (Centurions) then we must get the     necessary yardage for a 1st Down to keep possession of the football.

3.    A blocked punt that crosses the LOS is treated as a regular punted ball.
Allow the ball to roll towards the opponents goal line and then down it properly.

4.    If you try to down the football while you are inside the 5 yd line and your momentum carries you and the ball into the endzone, it is a Touchback.

5.    If a returner signals fair catch he is protected by rule, if he signals fair catch and then muffs it and it touches the ground, it is a free ball and belongs to the recovering team.

6.    If the kicking team touches the ball but fails to officially down it, the receiving team can advance the ball. Down it by touching it then give it to an official, NEVER walk away after touching it.

7.    The opposing team cannot block below the waist at any time during a kicking play.

8.    The kicking team cannot impede or interfere with the movement of a returner in his attempt to catch a punted ball.

9.    A fair catch cannot be advanced, nor may the fair catcher be bumped or tackled. The returner can advance after a fair catch if the ball touches the ground or a member of the kicking team.

10.    The Punter has no protection when:
a)    The ball is touched first by someone other than the punter.
b)    The punter runs first then punts.
c)    If contact occurs after the punter has recovered a loose ball.

11.    Anyone out of position by number must report to the officials when aligning in punt formation.

12.    Substitutes entering the field must initially cross to inside the numbers before aligning outside of them (Gunners).

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Coaching Philosophy

Liebe Leser,

ich bin geehrt einen weiteren erfahrenen Autor für den Coachesschool Blog gefunden zu haben. John Leijten ist ein sehr erfolgreicher Coach der in Deutschland, Holland, Frankreich und Australien Meisterschaften gewonnen hat. Ich hatte die Chance seine Arbeit und Intensität mitzubekommen und ich kann sagen das er absolut weiss wovon er spricht, ein Coach wie er ist eine Bereicherung für jedes Team. Er ist ein besonderer Coach, er ist einer der wenigen Coaches die LBer, RBs und Special Teams in der NFLE Europa gecoacht hat. Zur Zeit ist er der Head Football Coach der Australian Gridiron Outback. Nochmals Danke an John, das er Zeit gefunden hat sein Wissen mit uns zu teilen. Ich freue mich sehr auf diesen Artikel. Viel Spass. Euer David.

                                                  Quelle: NFL Europa/John Leijten

Before I start rambling on about coaching philosophy, I would like to thank David for giving me the opportunity to share some aspects of my coaching philosophy with you all. I have known David since 2000 and share a bond with him through a great coaching experience we had up in the booth, when the Cologne Crocodiles played the Kiel Baltic Hurricanes in 2000. Good times…

What is a coaching philosophy?

To me a coaching philosophy is like a guide. It helps you to focus on what is important. My coaching philosophy is much like my philosophy for life! It would be a huge compliment if people who know me, and read my coaching philosophy would recognise me as a person, through my coaching philosophy. It’s not your football philosophy; it’s not just about coverage or being balanced in your play calling on offense. It has everything to do with how you think you will be successful on the field and how you want to get there.

In a coaching philosophy you might address subjects like; goals, communication, practice and what is important for you as a coach.

Why have a coaching philosophy?

I wrote my first coaching philosophy when I was getting ready for my first full time coaching job. I had some kind of a philosophy, but had never put it down on paper. I wanted to make sure that I was as prepared as I could be, my coaching philosophy definitely helped me with getting ready for coaching in the GFL and the NFLE. In the last 11 years I have been able to fine tune my philosophy and I believe it has made me a better coach. Once you have started to formulate your coaching philosophy you will constantly need to update it.

Coaching Football

Coaching is about teaching, coaches are teachers. As a teacher I have to find a way to make football clear to my players, I will find a way to communicate with our men. I will have a plan. Everything I do in regards to the team and players fits into my master plan. I am flexible enough to adjust the plan when needed. I have learned a long time ago that as a coach I need to coach what I know. If I would BS the players they will find out, and I will lose them. Get the most out of your players, there isn’t a bigger waste then wasting talent on or off the football field.

Let the players know who and what you stand for

My players need to understand where I am coming from. In my first meeting I let the players know that every decision I make, I make with their best interests at heart. That doesn’t mean that the players will always like my decisions, but to me it is important that they know that everything I do is to help the players and the team. It’s all about the players, but it is not about a player over the team. I will tell my team that I do not have all the answers, I do have some but not all.

Goal setting

First goal is to have my players play to the best of their ability. It is that simple, if everybody plays up to his potential we will have a fighting chance. Second goal; play as a team. The faster we come together as a team the better we’ll be. Third goal; have fun playing the game. No matter at what level I coach I want to have fun coaching, playing, working. Winning without having any fun won’t last very long.

Chances are if you are reading this, you are coaching in an amateur environment, try to recruit or keep your players if they know they won’t have any fun playing for you! Even at the pro level when players make a lot of money they still want and need to have fun. Otherwise you will have to start flogging a dead horse, and you know you won’t win any race with a dead horse. Also, I will be the first one to tell you that winning is fun and winning makes hard work more fun!

Practice philosophy

We will practice with a championship effort, that’s the bottom line. We need to get better with every practice. Every practice we will coach all players on the team to make them better players. All players need to have a role on the team and they need to understand their role. I want to work as much situational as I can. By putting the players in all kinds of situations in practice, will help them at game time. Practice harder, faster for longer and you will play harder, faster for longer! You play the way you practice.

Personal development

I want to get better every day. The game of football is so complicated to master. I have to study it in some way or form every day. I want to keep learning, keep improving that’s how we get better. I am always open for advice and appreciate players input. (There is a time and a place for that)

I always try to work and improve on my presentation skills. I have seen great presentations about the wrong techniques and also really bad presentations about the right stuff. I have always enjoyed skilful coaches who are great teachers. It’s not what you know but what the players know and understand. It’s not what you say but what the players hear!

Believe in yourself, if you are putting in the hard work you are on top of your game, if you believe it the players will also. Coach the details, the big picture will follow.

Team culture

As a HC, I have to help build the character of the team. It is my duty as the HC to make the players buy into what we do and how we do it. I lead they follow- that is, lead by example! If I put in the hard work, if I am on time, if I keep my word, if I am a team player chances are the players will be too!

As a rule the team that practices and plays together as a team, has the best chance of winning. Usually good football teams play as a team, and the players have each others back, if you add talent into the mix you could be great!

In football it is easy to point fingers. For example if the offense doesn’t score, or the defense gives up points too quickly, or special teams gives up the hidden yards. Remember we win, lose and draw as a team! If one area struggles the other phases have to pick it up.

Losing is part of playing the game and as such it will happen to all of us. What can never happen is to get out hit! Getting beaten on the score board is one thing, but physically getting beaten on the field is unacceptable. We might get beaten on the score board but NEVER on the field!

I don’t break the rules but I will bend them, so should the players. The guy who said;“if you are not cheating you aren’t trying” is a fool in my opinion! Cheating is like taking shortcuts in life, the older and wiser you become you find out that taking shortcuts in life doesn’t work, just like cheating in football. Just ask, USC, UM to name a few…

I had fun writing this article, hope you enjoyed reading it.

JL

http://www.outbackgridiron.com/

http://www.gridironaustralia.org.au/

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Ende der Sommerpause……ein weiterer Deutscher am College

Die Coachesschool ist nach der Sommerpause wieder da, es geht weiter und und die Liste der Autoren für die nächsten Monate kann sich sehen lassen.

Aber jetzt erstmal  Neuigkeiten aus den USA: Eric Nzeocha wird 2012 für die Wyoming Cowboys spielen! Er ist nicht nur ein Spieler, der durch seine Physis unheimlichen Eindruck macht, sondern der auch spielerich zu überzeugen weiss.  Auf der Coachesschool Combine erwischte er einen super Tag und die Coaches waren begeistert.  Direkt nach der Combine hatten Sie Ihn ganz oben auf der Liste.  Marty English, der Defensive Coordinator der Wyoming Cowboys, sagte mir: “Es ist wichtig, das wir Athleten wie Eric hier live sehen und uns vergewissern konnten dass er Division 1 Football spielen kann. Es sind auch noch weitere gute Athleten hier und wir hoffen noch weitere Spieler in den USA begrüssen zu dürfen.” Zusätzlich muss man sagen, dass sein Bruder Mark einen herrausragenden Job macht und sicher auch einen Anteil an Wyomings Aufmerksamkeit für Erik hat. Coach Christensen und der DC Marty English sagten mir, dass Mark wahrscheinlich von Anfang an Spielzeit bekommen wird und das Potenzial zum All American hat – das ist ein unheimlich großes Kompliment!

Aber ich bin mir sicher, dass auch Erik seinen Weg dort machen wird. Die mittlerweile vier Jungs sind in Wyoming gut aufgehoben. Ich bin stolz, dass sie den Deutschen Football so super repräsentieren. Alle Jungs haben die richtige Einstellung und lieben Football, und damit fängt alles an.

Viel Spass beim Lesen und bis bald mit interessanten Berichten.

Euer Coach O

http://www.cowboyaltitude.com/2011/7/25/2293358/wyoming-football-lands-first-2012-commitment-german-wr-db-eric

http://wyomingcowboysblog.com/2011/07/25/another-nzeocha-coming-to-uw/

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Special Teams – Das Stiefkind des Footballs

Jeder redet von Offense und Defense, ganze Bücher kann man damit füllen. Und auch beim Training eines deutschen Footballteams, egal in welcher Alterklasse und Liga, hat man oft das Gefühl, Football besteht nur aus diesen beiden Komponenten. Viel zu oft werden dabei die Special Teams vergessen, die zwar nicht, wie so oft behauptet, 1/3 des Spiels ausmachen, aber dennoch in einem Sport, bei dem um Feldpositionen geht, außerordentlich wichtig sind.

In vielen Teams gibt es keinen Special Team Coordinator, hier werden die Aufgaben auf die Coaches übertragen, die sich dann auch noch darum kümmern müssen. Von einem speziellen Training für die so genannten Spezialisten will ich hier gar nicht reden. Kicker, Punter, Longsnapper, Holder und Returner stehen meist alleine da oder werden „on the fly“ gecoacht.

Auch ich habe jahrelang die Special Teams belächelt. In einem spielen wollte ich schon gar nicht. Da genoss man lieber die Pause zwischen den Drives die man hatte.

Die Augen geöffnet wurden mir während meines Aufenthaltes letztes Jahr an der Ohio State University. Im Mutterland des Footballs hat man verstanden, wie wichtig Special Teams für ein Spiel sein können.

Neben einer intensiven Phase, in der die einzelnen Teams durchgelaufen werden, wird hier auch Zeit in Individuals gesteckt. Wie nehme ich als Blocker im Kick Off Return Team meinen Gegenspieler auf und bleibe am Block. Wie weiche ich als Spieler im Kick Off Team eben diesem Block am besten aus. Was für Release Techniken gibt es für einen Headhunter, und so weiter und so weiter. Hier werden im Training teilweise bis zu 30 min. nur für diese Individuals genutzt.

Ich weiß, der Zeitfaktor spielt in den USA keine ganz so große Rolle, aber zwischen dem was dort und was hier investiert wird, gibt es sicherlich einen gesunden Mittelweg.

Ich habe die Special Teams auf alle Fälle für mich „entdeckt“ und war erstaunt, was für vielfältige Möglichkeiten es gibt. Welche Vor- bzw. Nachteile hat eine Spread- gegenüber eine Tight Punt Formation?

Rushe oder blocke ich lieber bei einem Punt Return?

Wie schaffe ich es eine gewisse nötige Disziplin beim halten der Lanes in meinem Kick Off Team zu gewährleisten?

Überlaste ich eine Seite beim Field Goal Rush um den Kick zu blocken oder spiele ich hier eine Even Front?

Weise ich im Kick Off Return Team jedem Spieler einen Gegner zum blocken zu oder gebe ich nur eine „Tendenz“ an?

Man könnte jetzt hier seitenlang weiter machen und gerade das ist das Interessante an den Aufgaben eines Special Team Coordinators.

Jeder Coach wird sich diese Fragen sicher anders beantworten, wenn er sich darüber überhaupt Gedanken macht.

Wie überall im Football muss man hier den Weg finden der am besten zu seinem Team und den darin befindlichen Spielern passt.

Habe ich zum Beispiel einen Punter, der den Ball in sehr kurzer Zeit auf den Weg bringen kann, muss ich mich weniger mit dem Blocken des Punt Return Teams beschäftigen, sondern mehr damit, wie ich zum Beispiel meine Headhunter möglichst schnell zum Returner bekomme. Braucht der Punter länger, ist das Blocken wichtiger um ihm die nötige Zeit zu geben.

Aber auch Regeländerungen, die fast jedes Jahr anstehen müssen berücksichtigt werden.

In 2009 wurde beschlossen, dass ein Fair Catch durch eine eindeutige Winkbewegung über dem Kopf angezeigt werden muss. Wenn der Returner nur die Hand hebt, zeigt er damit keinen Fair Catch an. Hier könnte man mit der Unwissenheit des Kicking Teams spielen.

Ab diesem Jahr ist zum Beispiel das bilden einer Wedge bei allen Return Teams nicht erlaubt. Maximal 2 Spieler dürfen sich zusammenfinden, dass würde ich aber nicht mehr als Wedge bezeichnen. Diese Regeländerung ist natürlich in den Blocking Assignements der Return Teams zu berücksichtigen. Aber auch die Kicking Teams (Kick Off, Punt) müssen hier Umstellungen vornehmen, da die so genannten Wedge Breaker wegfallen.

In der NFL wird ab der Saison 2011, sollte sie den stattfinden, der Kick Off nach Jahren wieder von der eigenen 35 yard Linie ausgeführt. Das hat natürlich Auswirkungen auf das Kick Off und das Kick Off Return Team. Und sicherlich wird man diese Regeländerung auch für das Jahr 2012 in Deutschland diskutieren.

Neben den alltäglichen Themen eines Special Team Coordinators gibt es also auch ständig wechselnde Regeländerungen, die in das Spiel einfließen können.

Wichtig ist aber auch die Motivation der Spieler. Viele sehen es als eine lästige Pflicht an Special Team zu spielen. Hier fängt aber, wie bei so vielen Dingen, der Fisch am Kopf an zu stinken. Wenn ich als Coach den Special Teams keine große Bedeutung, zum Beispiel im Trainingsablauf beimesse, wird es schwer sein, Spieler dafür zu motivieren. Aber gerade in den Special Teams können Spieler, die sonst nicht so oft das Feld sehen, zeigen was sie können. Hier kann man sich bewähren. Das muss man dem Spieler vermitteln. Und wenn man die Special Teams dann noch etwas interessant gestaltet und Fun vermittelt, wird man sich wundern, was für Auswirkungen sich hier zeigen.

Zum Abschluss noch eine Anregung für alle Coaches. Denkt doch mal über ein reines Special Team Scrimmage nach. Hier werden abwechselnd nur Special Teams gegeneinander gespielt. An den großen Colleges der USA ist so was während der Saisonvorbereitung fester Bestandteil.

So kurz vor dem Saisonstart in allen Ligen bin ich auf alle Fälle gespannt, wie sich die Teams im Bereich Special Teams aufgestellt haben und wie dadurch wieder knappe Spiele entschieden werden.

Solltet Ihr Fragen zu diesem Thema, stehe ich Euch natürlich gerne zur Verfügung. Einfach eine Mail an jlengling@gmail.com

Gruß,

Jürgen

Danke Jürgen für den inspirierenden Artikel. Wir werden selbstverständlich mehr ins Detailt der einzelnen Special Teams gehen. Der nächste Artikel wird über die an Ostern durchgeführte Coaches School Combine und Clinic sein.

Bis Bald Euer David

Veröffentlicht unter Jürgen Lengling, Special Teams | Hinterlasse einen Kommentar

GO DEUTSCHLAND, GO COWBOYS!

Als ich in Detroit ankam, wusste ich nicht was mich dort erwartet. Ich wusste nur, dass viele meiner Träume in Erfüllung gehen werden, und dass ich Alles geben würde im dem Land in dem der Football zu Hause ist. Ich kam aus dem „Baggage Claim“, als ich auf zwei grossgewachsene, blonde „Ochsen“ zusteuerte die mich abholen sollten. Ich wusste plötzlich, was Coach Jost zwei Tage vorher am Telefon meinte: „Keine Sorge Dave! Du wirst Mike Schaefer und Jim Harding erkennen.“ Beide, Jim und Mike, sind über zwei Meter groß und wogen zu der Zeit auch noch knapp 140kg – ich habe Sie sofort als Footballer erkannt! In dem Moment zweifelte ich zum ersten Mal, ob ich das alles schaffen würde: Denn es war nicht nur eine andere Kultur, sondern auch ein anderes Spiel, mit anderen Athleten.

Heute, knapp 10 Jahre später, ist Jim Harding der OL Coach der Wyoming Cowboys und ich bin Coach in Deutschland, wo ich versuche „ The Game of Football“ weiterzubringen, und anderen den Traum, den ich gelebt habe, zu erfüllen. Und Jim kümmert sich diese Saison als Coach die Deutschen Spieler Alex Borgs, Oliver Schober und Mark Nzeocha. Was eine verrückte Welt!

Im nachfolgenden Interview habe ich Alex und Jim ein paar Fragen gestellt, die Euch das Leben am College etwas näher bringen sollen.

ALEX BORGS:

Er lebt den Traum fast jedes Jugendfootballspielers und trotz vollem Tagesablauf hat er Zeit gefunden mir zu sprechen:

F: Alex, schön das Du etwas Zeit gefunden Hast, was sind Deine ersten Eindrücke in Wyoming? Wie hast Du Dich eingelebt?

A: Immer gerne! Meine ersten Eindrücke von Wyoming sind wirklich gut. Ich fühl mich hier sehr wohl. Das Einleben ging ziemlich schnell; drei Tage nach meiner Ankunft gingen schon die Work-Outs und der Unterricht los. Man halt also keine andere Wahl als sich schnell anzupassen und zurechtzufinden.
Durch die gute Unterstützung von Seiten der Coaches und meiner Mitspieler, vor allem von Oliver Schober, der mir immer wieder mit Ratschlägen und seiner Erfahrung hier zur Seite steht, ging der Umgewöhnungsprozess ziemlich schnell.
F: Wie läufts im Spring Ball? Was war die grösste Umstellung?

A: Spring Ball läuft gut. Die größte Umstellung war und ist die Geschwindigkeit des Spiels und des Trainings. Man bekommt ne Menge geschafft in den zweistündigen Trainingseinheiten. Der Wechsel von Weakside- zu Middle-Linebacker hat ein bisschen was mit sich gezogen – neue Technik, andere Fits und dann kommt noch das neue Playbook dazu. Es wird aber von Einheit zu Einheit besser.

F: Was kannst Du Spielern in Deutschland mit auf dem Weg geben, die es in den USA auch schaffen wollen?

A: Ihr müsst hart arbeiten, härter als alle anderen. Nur so kommt ihr an die Spitze. Nicht immer nur das nötigste Machen, auch wohl zweimal extra pro Woche in den Kraftraum oder laufen gehen. Das bringt euch nach vorne und so hebt ihr euch von den anderen ab. Und die Disziplin und Arbeitseinstellung beizubehalten darf nicht vernachlässigt werden.

JIM HARDING:

Courtesy of Wyoming Athletics Website

F: Hi Jim, thanks for the time , what is the biggest adjustment for an German player in Wyoming?

A: The biggest adjustment for the German player is getting adjusted to the speed of the American game; not only on the field but complexity of schemes too.

F: Did the 3 Germans found their place or are they still working on acceptance?

A: here is no doubt that the Germans found their place on the team immediately. All 3 are well-respected by their teammates because of there work ethics and desire to be great players. In fact, Oliver was voted as one of our leadership representatives for the 2011 season.

F: I know as a coach you´re never satisfied, but how do you feel about these three young athletes?

A: We are very much satisfied with the progress all 3 are making. They have come in and provided immediate help to the defensive side of the ball.

Thank you, Jim and Alex, for your time! Go Cowboys!

Euer Coach O.

p.s. Jetzt noch schnell bei der Combine oder der Clinic anmelden auf www.coachesschool.com

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Pre Season: Spiel, Scrimmage oder Combined Practise

Spiele und Meisterschaften werden in der Vorbereitung gewonnen. Und nicht nur Training und das Trainingsumfeld sind entscheidene Faktoren sondern auch die Pre Season in der Ganzheit. Vor jeder Saison rate ich dazu einen Kalender zu erstellen,  der Pre- Season, Season und Post-Season darstellt. Nur so kann ich verschiedenen Gewichtungen bestimmen um speziell auf die Teamschwächen einzugehen. Momentan befindet sich jeder in der Pre Season, ich will Euch Heute meine Herrangehensweise zeigen.

Nach Leistungstest, Konditions, Skill und Theorieeinheiten ist es endlich so weit. Helme und Pads werden entstaubt und das Lederei wird wieder in verschiedenen Arten über den Platz getragen, geworfen und gekickt. Aber wie jetzt Lee Corso sagen würde ” Not so fast my friend”. Die ersten 3 Einheiten passieren bei mir immer erst in Helmets, damit sich erstens die Nackenmuskulatur wieder auf den Helm einstellen kann und zweitens die Spieler lernen wie es ist durch den Helm zu blicken und mit Mundschutz zu trainieren.

Dann erst erlaube ich das wir “Uppers” tragen, was heisst das wir Helm und Schoulderpad benutzen und leichte Kontaktübungen ins Training integrieren wie zum Beispiel:

  • Hand Combat
  • Punsh Drill
  • Formtackle
  • Bag und Shield Drills

Zirca 2-4 Wochen sind ins Land gezogen und jetzt ist das Team bereit in ein “Full-Padded-Practise” einzusteigen. Für mich ist diese Steigung der Ereignisse wichtig um nicht nur um die korrekte Methodik zu bewahren sondern auch die Motivation der Spieler zu erhalten. In der 2-4 Wochenperiode finden 2 Mini Camps statt, die aus Theorie und Trainingseinheiten an einem Wochenende ohne Übernachtung auf dem heimischen Sportplatz stattfinden.

Anbei eine Mini Camp so wie ich es mache:

Mini Camp Coaches School

Die grosse Frage die ich mir dennoch jedes Jahr stelle ist was trage ich in den Kalender nach dieser gerade beschriebenen Periode ein und was ist die optimale Vorbereitung. Teams die viele Spieler aus dem Vorjahr wieder bekommen und kaum Neulinge einbauen müssen können sicherlich in Spielnahe Szenarien wesentlich früher einsteigen als Teams die aus 50% Neulingen bestehen.

Auch hier versuche ich eine Steigerung zu erschaffen, damit die Spieler und Coaches ein Ziel haben.  Das können nur Scrimmages sein mit einem Spiel am Ende der Pre Season mit Gegnern aus verschiedenen Klassen oder Combined Practises mit Spielen. Das muss jeder Coach selber fühlen können und im Kalender bestimmen.

Pro und Cons der verschiedenen Trainingsansätze.

Scrimmage:

Pros

  • Jeder kann eingesetzt werden
  • Neulinge haben nicht so viel Druck, Trainer stehen oftmals mit af dem Platz
  • Einfacher Organisationsrahmen
  • Feldpositionen können selber bestimmt werden
  • gute Einstiegsmöglichkeit
  • Spielfluss ähnlich

Cons

  • Keine Refs
  • spezielle Spielsituationen sind nur vereinzelt möglich (3rd Down und Medium)
  • meistens keine Special Teams
  • weniger Druck durch Spielferne Situation (was auch positiv gewertet werden könnte)

Combined Practise:

Pros

  • spezielle Spielsituationen können gestellt werden (3rd Dowm Period, 4th and Goal)
  • Individuelle Förderung der verschiedenen Units (Inside Run, Skelly, 1 on 1s, etc)
  • Gute möglichkeit für Neulinge
  • Jeder kann eingesetzt werden
  • Refs

Cons:

  • meistens keine Special Teams
  • kein Spielfluss
  • Teams müssen gleiche Trainingsphilosophien haben damit es effektiv für beide Teams bleibt

Spiel

Pros:

  • Realität
  • Refs
  • erhöhter Druck
  • bester Abschlusstest vor Saisonbeginn

Cons:

  • schwer für Neulinge sich zurecht zu finden
  • wesentlich bessere Gegener können Spieler demotivieren, darum vorsicht bei der Auswahl der Teams
  • Spielsysteme die man in der Saison nicht sieht sind für mich irrelevant (z.B. Wing T, Spread, etc)

Das sind für mich die drei hauptsächlichen Saisonvorbereitungen. Wie gesagt eine Steigerung ist für mich wichtig aus den oben genannten Gründen. Manche Leute fragen sich was mit Trainingslager ist, ich fahre gerne nach den ersten Scrimmages, Combined Practises und Spielen ins Trainingslager um den Team einen Feinschliff zu verpassen, manche fahren davor um es auf Touren zu bringen. Das ist Euch überlassen. Wieder muss man sich Fragen was das Team braucht und wie weit das Team ist. Eine mit neuen Spielern bestückte Truppe ist besser aufgehoben früh ins Trainingslager zu fahren. Eine erfahrenen Truppe wahrscheinlich später.

Dieses Jahr habe ich zum ersten Mal ein neues Element eingebaut was die Spielqualität und die Spieler verbessern soll. Der Regeltag, an diesem Tag haben wir einen Schiedsrichter eingeladen der Fragen beantwortet, Neuerungen vorstellt und über generelles spricht. Ich verspreche mir sehr viel davon. Es gib viele Trainer die die Regeln nicht kennen oder falsch auslegen, es ist immer besser das von einem Schiedsrichter zu hören und zu lernen.

Versuchts Mal…..

Eurer David

Ach Ja, beinahe hätt ich es vergessen. Post und Pre Season ist optimal für Coaches Clinics und nochmal einen oder zwei neue Ansätze zu bekommen. Meldet Euch bei der Coaches School Clinic an. Die Clinic ist kostenlos.

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